Neuseeland, Australien

AttentÀter von Christchurch scheitert mit Berufungsantrag

30.04.2026 - 08:30:36 | dpa.de

2019 griff er zwei Moscheen in Neuseeland an und erschoss 51 Menschen. Nach seiner Verurteilung will der rechte AttentÀter sein GestÀndnis aufheben lassen. Doch das Gericht schenkt ihm keinen Glauben.

  • Bei dem rassistisch motivierten Anschlag in Christchurch starben 51 Menschen. (Archivbild) - Foto: David Alexander/SNPA/AAP/dpa
    Bei dem rassistisch motivierten Anschlag in Christchurch starben 51 Menschen. (Archivbild) - Foto: David Alexander/SNPA/AAP/dpa
  •  Brenton Tarrant hatte die Aufhebung seines SchuldgestĂ€ndnisses beantragt. (Archivbild) - Foto: New Zealand Court of Appeal/New Zealand Court of Appeal/AP/dpa
    Brenton Tarrant hatte die Aufhebung seines SchuldgestÀndnisses beantragt. (Archivbild) - Foto: New Zealand Court of Appeal/New Zealand Court of Appeal/AP/dpa
Bei dem rassistisch motivierten Anschlag in Christchurch starben 51 Menschen. (Archivbild) - Foto: David Alexander/SNPA/AAP/dpa  Brenton Tarrant hatte die Aufhebung seines SchuldgestÀndnisses beantragt. (Archivbild) - Foto: New Zealand Court of Appeal/New Zealand Court of Appeal/AP/dpa

Der wegen eines Terroranschlags auf zwei Moscheen in Neuseeland mit 51 Todesopfern verurteilte AttentĂ€ter ist mit dem Versuch gescheitert, sein SchuldgestĂ€ndnis nach sechs Jahren aufheben zu lassen. Der Antrag des heute 35 Jahre alten Rechtsextremisten sei völlig unbegrĂŒndet, befand das Berufungsgericht in der Hauptstadt Wellington am Donnerstag.

Der TĂ€ter namens Brenton Tarrant hatte sich im MĂ€rz 2020 in allen Anklagepunkten schuldig bekannt – darunter 51-facher Mord, 40-facher versuchter Mord und Terrorismus. FĂŒr die rassistisch motivierten Taten in der Al-Noor-Moschee und im Linwood Islamic Centre in der KĂŒstenstadt Christchurch wurde der Australier zu lebenslanger Haft ohne Möglichkeit auf vorzeitige Entlassung verurteilt.

Gericht widerspricht Darstellung des TĂ€ters

Im Februar erklÀrte Tarrant vor dem Berufungsgericht, die schwierigen Haftbedingungen hÀtten seine psychische Verfassung damals so beeintrÀchtigt, dass er bei seinem GestÀndnis nicht rational gehandelt habe.

Das Gericht widersprach dieser Darstellung nun in einer Stellungnahme. Die Schuldbekenntnisse seien freiwillig abgegeben worden, niemand habe Tarrant gezwungen oder unter Druck gesetzt, sich schuldig zu bekennen. Die Beweislage zeige eindeutig, dass er zum Zeitpunkt seines GestÀndnisses nicht unter erheblichen psychischen BeeintrÀchtigungen infolge seiner Haft gelitten habe.

Folgenschwerster Anschlag in Neuseeland

Tarrant hatte bei dem folgenschwersten Anschlag in der jĂŒngeren Geschichte des Pazifikstaats am 15. MĂ€rz 2019 zwei Moscheen attackiert angegriffen und 51 Menschen erschossen. Dutzende Opfer wurden teils lebensgefĂ€hrlich verletzt.

Viele Überlebende leiden bis heute unter den Folgen, sind arbeitsunfĂ€hig, mĂŒssen mit starken Schmerzen und Traumata leben. Das Massaker ĂŒbertrug der TĂ€ter per Helmkamera live im Internet.

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