US-Kongresswahl, Alaska

Alaska-Wahl: Trump ordnet Klage gegen Sullivan-Kandidaten an

Veröffentlicht am: 23.10.2026 um 20:50 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Das US-Justizministerium will die BestĂ€tigung des Ergebnisses verhindern, falls die NamensĂ€hnlichkeit den republikanischen Amtsinhaber Stimmen kostet. Trump ĂŒbernahm nach eigenen Angaben die Verantwortung fĂŒr die Klage.

Alaskas Senatswahl mit drei Kandidaten

  • Dan S. Sullivan vertritt Alaska seit 2015 im US-Senat und tritt erneut fĂŒr die Republikaner an.
  • Der Herausforderer Dan J. Sullivan ist 69 Jahre alt und hat nach der Meldung keine Wahlkampfauftritte absolviert.
  • Bei den Kongresswahlen am 3. November werden 35 der 100 Sitze im US-Senat neu vergeben.
  • Bei der Vorwahl in Alaska traten gleich zwei Republikaner namens Sullivan an. (Archivbild) - Bild: Mark Thiessen/AP/dpa
  • Der Amtsinhaber Dan S. Sullivan will wiedergewĂ€hlt werden. (Archivbild) - Bild: Mark Thiessen/AP/dpa
  • Über den Herausforderer Dan J. Sullivan ist nur wenig bekannt. (Archivbild) - Bild: Becky Bohrer/AP/dpa
Bei der Vorwahl in Alaska traten gleich zwei Republikaner namens Sullivan an. (Archivbild) - Bild: Mark Thiessen/AP/dpa Der Amtsinhaber Dan S. Sullivan will wiedergewĂ€hlt werden. (Archivbild) - Bild: Mark Thiessen/AP/dpa Über den Herausforderer Dan J. Sullivan ist nur wenig bekannt. (Archivbild) - Bild: Becky Bohrer/AP/dpa

US-Justizministerium klagt wegen Àhnlicher Kandidatennamen

Anderthalb Wochen vor den US-Kongresswahlen hat das US-Justizministerium den Bundesstaat Alaska wegen der möglichen Verwechslung zweier republikanischer Senatskandidaten verklagt. PrÀsident Donald Trump sagte vor Journalisten, er habe den Eingriff selbst angeordnet.

Amtsinhaber und Herausforderer heißen Sullivan

Bei der Wahl treten der republikanische Amtsinhaber Dan S. Sullivan, die Demokratin Mary Peltola und der republikanische Herausforderer Dan J. Sullivan an. Die Klage soll verhindern, dass das Ergebnis bestÀtigt wird, falls dem Amtsinhaber wegen der NamensÀhnlichkeit Stimmen fehlen.

Das Justizministerium wirft dem Herausforderer vor, seine Kandidatur diene dazu, Peltolas Wahlkampf zu fördern und die Stimmenzahl des Senators zu verringern. Der Herausforderer sei erst kurz vor der Bekanntgabe seiner Kandidatur den Republikanern beigetreten und habe denselben Namen wie der Amtsinhaber beantragt, obwohl er diese Kurzform zuvor nie verwendet habe.

Untersuchung soll möglichen Einfluss klÀren

FĂŒr den Fall einer Niederlage des Amtsinhabers verlangt das Ministerium eine Untersuchung. Sie soll klĂ€ren, ob Dan S. Sullivan ohne den nahezu namensgleichen Kontrahenten mehr Stimmen erhalten hĂ€tte.

Die US-Kongresswahlen finden am 3. November statt. Dabei werden alle 435 Sitze im ReprÀsentantenhaus und 35 der 100 Sitze im Senat neu vergeben.

Gericht ließ Kandidatur bereits zu

Die mögliche Verwechslungsgefahr beschÀftigt die Justiz bereits seit einiger Zeit. Alaskas Wahlleiterin hatte zuvor versucht, Dan J. Sullivan vom Stimmzettel streichen zu lassen.

Der Oberste Gerichtshof des Bundesstaates entschied jedoch, dass der Herausforderer rechtmĂ€ĂŸig antreten darf. Über den 69-JĂ€hrigen ist nur wenig bekannt; im Gegensatz zu den anderen Kandidaten absolvierte er keine Wahlkampfauftritte.

Der Vorgang fÀllt in eine Phase, in der bei den US-Kongresswahlen am 3. November sÀmtliche 435 Sitze im ReprÀsentantenhaus und 35 der 100 Senatssitze neu vergeben werden. Der Senatssitz Alaskas ist deshalb Teil eines landesweiten Wettbewerbs um Mehrheiten im Kongress.

Im konkreten Fall geht es nicht nur um die Namen zweier Kandidaten, sondern um die Wirkung eines Wahlzettels. Der Amtsinhaber Dan S. Sullivan tritt gegen die Demokratin Mary Peltola und den republikanischen Herausforderer Dan J. Sullivan an. Das Justizministerium argumentiert, Stimmen könnten dem Amtsinhaber wegen der nahezu identischen Namen fehlen.

Rechtliche Folgen fĂŒr die AuszĂ€hlung

Die Klage zielt nach der dpa-Meldung nicht darauf, den Herausforderer unmittelbar von der Wahl auszuschließen. FĂŒr den Fall einer Niederlage des Amtsinhabers soll vielmehr zunĂ€chst untersucht werden, ob die NamensĂ€hnlichkeit das Ergebnis beeinflusst hat. Damit wĂŒrde die BestĂ€tigung des Wahlergebnisses von einer nachtrĂ€glichen PrĂŒfung abhĂ€ngig gemacht.

Der Fall hat zudem eine Vorgeschichte: Alaskas Wahlleiterin hatte bereits versucht, den Herausforderer vom Stimmzettel streichen zu lassen. Der Oberste Gerichtshof des Bundesstaates ließ dessen Kandidatur jedoch zu. Die aktuelle Klage verlagert den Streit damit von der Zulassung vor der Wahl auf die Anerkennung des Ergebnisses danach.

Politische Bedeutung in Alaska

Die Regierung wirft dem Herausforderer vor, seine Kandidatur könne der Demokratin Peltola helfen. Politisch berĂŒhrt der Fall damit die Frage, wie weit staatliche Stellen eingreifen dĂŒrfen, wenn ein Wahlzettel eine mögliche Verwechslung begĂŒnstigt. FĂŒr die WĂ€hler in Alaska steht zugleich fest, dass drei Kandidaten mit unterschiedlichen politischen Zugehörigkeiten um denselben Senatssitz konkurrieren.

ntv: „Ministerium klagt, um Wahlergebnisse in Alaska zu blockieren“ (23.10.2026)

Der Beitrag bestÀtigt die Klage des Justizministeriums und stellt die mögliche Verwechslungsgefahr zwischen Dan S. Sullivan und Dan J. Sullivan in den Mittelpunkt. Anders als die dpa-Meldung ordnet er den Vorgang stÀrker als möglichen Plan zulasten des Amtsinhabers ein; offen bleibt auch dort, wie ein Gericht die Auswirkungen auf die BestÀtigung des Ergebnisses bewerten wird.

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