Franziskus bekommt bescheidenere Beerdigung
21.04.2025 - 10:37:01 | dpa.de
Wenn ein Papst stirbt, haben prunkvolle Beerdigungen in Rom Tradition. Bislang folgen sie einzigartigen und prĂ€zisen Ritualen. Franziskus jedoch brachte vor seinem Tod neue Regeln fĂŒr bescheidenere Trauerzeremonien fĂŒr PĂ€pste auf den Weg. Das heiĂt: weniger Pomp und vereinfachte Riten. Und fĂŒr ihn jetzt auch eine Beisetzung auĂerhalb der Mauern des Vatikans. Trotzdem wird es ein Weltereignis werden.
Im April 2024 genehmigte Franziskus eine neue BegrĂ€bnisordnung fĂŒr PĂ€pste mit dem lateinischen Titel «Ordo Exsequiarum Romani Pontificis», im November wurde sie veröffentlicht. Der erneuerte Ritus soll - wie Franziskus betonte - unterstreichen, dass die Beerdigung eines Papstes die eines «Hirten und JĂŒngers Christi ist und nicht die eines mĂ€chtigen Mannes dieser Welt».
Papst-Leichnam nicht mehr auf Katafalk
Die Ănderungen sehen eine Straffung des Protokolls vor. So entfĂ€llt die ĂberfĂŒhrung des Leichnams in den Apostolischen Palast, bevor dieser im Petersdom aufgebahrt wird. Im Petersdom wird der tote Papst dann auch nicht mehr offen auf einem Katafalk, einer hohen Bahre, ausgestellt, sondern in einem einfachen Holzsarg. Eine weitere Neuerung ist es, dass der pĂ€pstliche Bischofsstab als Herrschaftssymbol nicht mehr neben dem Sarg liegt.
Letzte Ruhe auĂerhalb der Vatikan-Mauern
Wie bisher wird der Leichnam nach Feststellung des Todes in einen Holzsarg gelegt, der innen auch noch einen Zinksarg hat. Es gibt aber keine zusĂ€tzlichen SĂ€rge aus Blei und Eichenholz mehr wie noch bei den Trauerfeierlichkeiten fĂŒr den deutschen Papst Benedikt XVI., der an Silvester 2022 mit 95 starb. Damit werden insgesamt nur noch zwei statt vier SĂ€rge verwendet.
Bereits zu Lebzeiten sprach Franziskus mehrfach davon, nicht in den vatikanischen Grotten unter dem Petersdom bestattet werden zu wollen. Auf eigenen Wunsch wird er nun in der Basilika Santa Maria Maggiore seine letzte Ruhe finden, einem seiner Lieblingsorte in Rom, nicht weit entfernt vom Hauptbahnhof. Aber auch an diesem Ort werden StaatsgÀste, Pilger und Schaulustige aus aller Welt erwartet.
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