Selenskyj erhĂ€lt Auszeichnung fĂŒr Widerstand der Ukrainer
Veröffentlicht am: 14.02.2026 um 21:12 Uhr | dpa.de
PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj ist stellvertretend fĂŒr den Mut und die WiderstandsfĂ€higkeit aller Ukrainer mit dem Ewald-von-Kleist-Preis 2026 geehrt worden. Die Auszeichnung wurde ihm am Rande der MĂŒnchner Sicherheitskonferenz bei einem Empfang von Bayerns MinisterprĂ€sidenten Markus Söder (CSU) in der MĂŒnchner Residenz verliehen. Die Laudatio hielt Polens MinisterprĂ€sident Donald Tusk.
Tusk: Ukrainer verdienen gröĂten Respekt der Welt
Tusk sagte, das ukrainische Volk verdiene den gröĂten Respekt der gesamten freien Welt. Die Ukraine zahle den höchsten Preis fĂŒr ihren Widerstand gegen den Feind, der auch eine Bedrohung fĂŒr ganz Europa und die gesamte westliche Welt sei.
Selenskyj dankte insbesondere den europĂ€ischen Staats- und Regierungschefs namentlich fĂŒr ihre UnterstĂŒtzung, aber auch EU-KommissionsprĂ€sidentin Ursula von der Leyen (CDU) und Nato-GeneralsekretĂ€r Mark Rutte. «Ich danke allen, die uns zur Seite stehen.»
Auszeichnung ausdrĂŒcklich auch fĂŒr verletzte und getötete Ukrainer
«Seit mehr als einem Jahrzehnt kĂ€mpft das ukrainische Volk fĂŒr seine Freiheit, UnabhĂ€ngigkeit und WĂŒrde â zunĂ€chst auf der Krim und im Donbass nach dem russischen Einmarsch 2014 und spĂ€ter im gesamten Land, nachdem Russland 2022 seine groĂangelegte Invasion gestartet hatte», hatte der Leiter der Konferenz, Wolfgang Ischinger, bei der Bekanntgabe des PreistrĂ€gers bereits betont. Die Auszeichnung gelte ausdrĂŒcklich auch den vielen Menschen, die ihr Leben im Krieg verloren haben oder verletzt wurden.Â
Ewald von Kleist hatte 1963 den VorlĂ€ufer der Sicherheitskonferenz, die Wehrkundetagung, gegrĂŒndet. Mit dem Preis werden Personen oder Institutionen geehrt, die sich besonders um KonfliktbewĂ€ltigung verdient gemacht haben. Zu den bisherigen PreistrĂ€gern gehören Henry Kissinger, Helmut Schmidt, ValĂ©ry Giscard d'Estaing, John McCain, die Vereinten Nationen und Angela Merkel, aber auch die LĂ€nder Schweden und Finnland.
