Ampel offen fĂŒr Aufstockung der Bundeswehr-PrĂ€senz im Kosovo
01.10.2023 - 20:09:45 | dts-nachrichtenagentur.de"Deutschland sollte in Absprache mit den VerbĂŒndeten schnell prĂŒfen, ob das KFOR-Mandat komplett ausgefĂŒllt wird, und weitere Soldaten in den Kosovo entsenden", sagte der GrĂŒnen-Politiker Anton Hofreiter, Vorsitzender des Europa-Ausschusses des Bundestags, dem "Spiegel". Sein Fraktionskollege Philip KrĂ€mer Ă€uĂerte sich Ă€hnlich: "Auch die Bundesrepublik sollte prĂŒfen, inwiefern weitere KrĂ€fte der Bundeswehr im Rahmen des geltenden Mandats bereitgestellt werden können, auch wenn dies vor dem Hintergrund zahlreicher anderer EinsĂ€tze eine zusĂ€tzliche Belastung bedeuten wĂŒrde."
Die Nato kĂŒndigte in der vergangenen Woche eine Aufstockung ihrer KFOR-Truppen an. Die Bundeswehr hat aktuell gerade einmal 85 Soldaten im Kosovo stationiert, das zuletzt im Mai vom Bundestag verlĂ€ngerte Mandat sieht aber bis zu 400 BundeswehrkrĂ€fte vor Ort vor. "Da ist also, ohne das Mandat verĂ€ndern zu mĂŒssen, noch deutlich Luft nach oben", sagte Marie-Agnes Strack-Zimmermann, Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Bundestag, dem "Spiegel". Der Verteidigungsausschuss behalte die Kosovo-Frage im Blick: "Sollte es also erforderlich werden, werden wir auch mehr dorthin verlegen", so die FDP-Politikerin. Der SPD-AuĂenpolitiker Adis AhmetovicĂ forderte gegenĂŒber dem "Spiegel": "Wir mĂŒssen das KFOR-Mandat mit mehr StreitkrĂ€ften versehen." Serbiens Regierung setze die StabilitĂ€t in der Region aufs Spiel, sagte der Bundestagsabgeordnete und Ă€uĂerte Zweifel an den Aussichten des EU-Beitrittskandidaten, der Staatengemeinschaft beizutreten: "Auch Serbiens GlaubwĂŒrdigkeit, Mitglied der EU werden zu wollen, ist durch VorgĂ€nge wie diese immer stĂ€rker zu hinterfragen." Die Unionsfraktion warf der Ampelregierung eine Mitschuld an der Eskalation im Streit zwischen Serbien und Kosovo vor. "Die Ampel hat die langjĂ€hrige und erfolgreiche FĂŒhrungsrolle Deutschlands auf dem Westbalkan ohne Not aufgegeben", sagt ihr verteidigungspolitischer Sprecher Florian Hahn (CSU) dem "Spiegel".
dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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