Angesichts eines möglichen RĂŒckzugs der USA aus der Nato fordert der Wehrbeauftragte des Bundestages, Henning Otte (CDU), von Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) schnell Planungssicherheit fĂŒr die Bundeswehr."Sollten die USA ihr Engagement innerhalb der Nato deutlich reduzieren, wĂ€re das ein Aufruf, die Sicherheitsarchitektur Europas eigenstĂ€ndiger zu gestalten", sagte Otte der "Rheinischen Post".
Bundeswehr-Soldaten (Archiv) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
FĂŒr Deutschland und die europĂ€ischen Nato-Partner gelte daher jetzt mehr denn je die Pflicht, die eigene VerteidigungsfĂ€higkeit - quasi als Europa innerhalb der Nato - entschlossen und schneller zu stĂ€rken. Die Verteidigungsaufstellung mĂŒsse vom Verteidigungsministerium schnell bekanntgegeben werden, damit die Bundeswehr Planungssicherheit bekomme. Personal mĂŒsse aufwachsen und FĂ€higkeitslĂŒcken mĂŒssten konsequent geschlossen werden, so Otte.
Ăhnlich Ă€uĂerte sich der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Bundestag, Thomas Röwekamp (CDU). "Die Partnerschaft mit den Vereinigten Staaten bleibt unverzichtbar, zugleich wird der europĂ€ische Beitrag zur kollektiven Verteidigung kĂŒnftig wachsen mĂŒssen", sagte Röwekamp der "Rheinischen Post". Ein stĂ€rkerer europĂ€ischer Pfeiler erhöhe am Ende die StabilitĂ€t und GlaubwĂŒrdigkeit der Nato insgesamt - sowohl gegenĂŒber den VerbĂŒndeten als auch gegenĂŒber Russland.
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