Donald Trump, Dana White

Dana White soll Sprecher im Weißen Haus werden

Veröffentlicht am: 07.11.2026 um 23:49 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
US-Präsident Donald Trump will den vakanten Sprecherposten im Weißen Haus mit dem UFC-Chef besetzen. White reagierte mit einem Bild aus dem Briefing-Raum, während Medien über die Ernsthaftigkeit des Angebots berichten.

Details zum Vorschlag an Dana White

  • Trump schrieb auf Truth Social, White solle den Sprecherposten im Weißen Haus übernehmen.
  • White veröffentlichte ein Bild von sich am Podium des Briefing-Raums mit dem Satz „Auf zu einem neuen Kapitel.“
  • Trump bat White, UFC-Kämpfer als „Assistenten“ zum Schutz vor den „wahnsinnigen Linken“ mitzubringen.
Dana White (r) führt die Kampfsport-Liga UFC. (Archivbild) - Bild: Mark Schiefelbein/AP/dpa

Trump bietet Dana White Sprecherposten an

US-Präsident Donald Trump hat dem Kampfsport-Unternehmer Dana White den seit Wochen unbesetzten Sprecherposten im Weißen Haus angeboten. White veröffentlichte daraufhin ein Bild von sich am Podium des Briefing-Raums und schrieb dazu: „Auf zu einem neuen Kapitel.“

Unterschiedliche Angaben zur Reaktion

Trump schrieb auf seiner Online-Plattform Truth Social: „Dana, bitte nimm den Job an.“ Nach Angaben von CNN lehnte White die „unorthodoxe Idee“ ab. Das Promiportal TMZ berichtete dagegen, White wolle sich am Montag mit Trump im Oval Office treffen, um „die Dinge zu besprechen“.

UFC-Kämpfer als mögliche Helfer

Trump bat White außerdem, Kämpfer der von ihm geführten Kampfsportliga UFC als „Assistenten“ mitzubringen. Er begründete dies damit, dass man diese Leute zum Schutz vor den „wahnsinnigen Linken“ brauche.

Posten seit Wochen vakant

Der Vorstoß folgt auf eine Niederlage der Republikaner bei der Parlamentswahl, bei der die Demokraten einen erdrutschartigen Sieg errangen. Ob Trump White den Posten als ernsthafte Personalentscheidung oder als Teil seiner politischen Auseinandersetzung mit den Demokraten anbot, blieb zunächst offen.

Der Sprecherposten im Weißen Haus ist seit Wochen unbesetzt. Die im Oktober eingesetzte Katie Zacharia gab das Amt nach nur wenigen Tagen auf und hatte zuvor nur eine kurze Pressekonferenz gegeben, bei der sie mit Unsicherheit aufgefallen war.

Der Vorstoß fällt in eine Phase, in der das Weiße Haus den Sprecherposten seit dem Ausscheiden von Katie Zacharia am 16. Oktober nicht dauerhaft besetzt hat. Die Funktion ist politisch zentral: Der Pressesprecher vermittelt die Positionen des Präsidenten, beantwortet Fragen der Medien und prägt damit die öffentliche Kommunikation der Regierung.

Dana White bringt dafür vor allem politische Nähe zu Trump und hohe Bekanntheit mit. Der UFC-Präsident gilt als langjähriger Verbündeter des Präsidenten; Trump hat wiederholt Veranstaltungen der Kampfsportliga besucht. White verfügt zudem über Erfahrung in öffentlicher Inszenierung und Markenführung, ist aber kein klassischer Regierungssprecher.

Politische Botschaft und offene Entscheidung

Die von Trump genannten UFC-Kämpfer als mögliche „Assistenten“ verstärken den demonstrativen Charakter des Vorschlags. Die Verbindung von Regierungskommunikation und Kampfsportmarke würde den bisherigen Stil der Trump-Präsidentschaft weiter zuspitzen und könnte die Abgrenzung zwischen politischer Botschaft und persönlicher Loyalität verwischen.

Für die praktische Arbeit bliebe entscheidend, ob White das Angebot tatsächlich annimmt und welche Aufgaben ihm übertragen würden. Bis zu einer formellen Ernennung bleibt der Posten vakant; ein Treffen im Oval Office könnte Hinweise auf die Ernsthaftigkeit des Vorschlags geben.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

stern: „Trump will Kampfsportler Dana White als Pressesprecher“ (07.11.2026)

Der Artikel berichtet, Trump habe White den vakanten Posten angeboten und dessen Instagram-Bild hinter dem Rednerpult veröffentlicht. Als zusätzlichen Kontext hebt er Whites Funktion als UFC-Präsident und die enge Verbindung zu Trump hervor.

n-tv: „Bietet UFC-Chefjob: Trump will 'wilden Kämpfer und Krieger' als neuen Pressesprecher“ (07.11.2026)

Der Beitrag ordnet den Vorschlag stärker als ungewöhnliche Personalidee ein und betont, dass offen sei, ob Trump ihn ernst meine. Anders als der stern-Bericht nennt n-tv zudem die von Trump angesprochenen UFC-Kämpfer und verweist auf die seit Wochen vakante Stelle.

Beide Beiträge stimmen beim Angebot an White und bei der offenen Frage einer tatsächlichen Annahme überein. Unterschiede ergeben sich vor allem beim Schwerpunkt: Der stern konzentriert sich auf Whites Rolle und seine Nähe zu Trump, n-tv auf die politische Inszenierung und die möglichen Begleiter.

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