Sipri sieht internationale Friedensmissionen in Gefahr
25.05.2026 - 07:36:18 | dts-nachrichtenagentur.deJair van der Lijn, Direktor des Sipri-Programms fĂŒr Friedensoperationen und Konfliktmanagement, warnte, dass die Fortsetzung dieser Entwicklung zu einer dramatischen SchwĂ€chung des multilateralen Konfliktmanagements fĂŒhren könnte. Institutionen wie die Vereinten Nationen könnten dadurch nahezu vollstĂ€ndig an den Rand gedrĂ€ngt werden. "Die Folge dĂŒrften mehr Konflikte sein, und diese Konflikte werden wahrscheinlich noch schwerwiegendere Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung haben, da Staaten seit langem etablierte Normen aufgeben."
Im Jahr 2025 waren 58 multilaterale Friedensmissionen in 34 LĂ€ndern oder Territorien aktiv, drei weniger als im Vorjahr. Sub-Sahara-Afrika und Europa beherbergten jeweils 18 Missionen, der Nahe Osten und Nordafrika 14, die Amerikas fĂŒnf und Asien und Ozeanien drei. Fast drei Viertel der EinsatzkrĂ€fte waren in nur fĂŒnf Missionen tĂ€tig, von denen vier in Sub-Sahara-Afrika stattfanden. Die Finanzierungskrise der UN-Friedensmissionen verschĂ€rfte sich, da wichtige Geldgeber ihre Verpflichtungen nicht rechtzeitig oder vollstĂ€ndig erfĂŒllten. Im Juli 2025 fehlten den UN-Friedensmissionen zwei Milliarden US-Dollar, was mehr als 35 Prozent ihres Gesamtbudgets fĂŒr 2024-25 ausmachte.
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