USA, MilitÀr

Hegseth: 14 Tote bei drei US-Angriffen im Pazifik

28.10.2025 - 14:55:59 | dpa.de

Das US-MilitĂ€r greift seit Wochen angeblich mit Drogen beladene Boote an - Dutzende Menschen sollen dabei getötet worden sein. Nun verkĂŒndet der Pentagon-Chef gleich mehrere Angriffe auf einmal.

Hegseth nennt sich seit lÀngerer Zeit Kriegsminister. (Archivbild) - Foto: Alex Brandon/AP/dpa
Hegseth nennt sich seit lÀngerer Zeit Kriegsminister. (Archivbild) - Foto: Alex Brandon/AP/dpa

Das US-MilitĂ€r hat nach eigenen Angaben im östlichen Pazifik weitere tödliche Angriffe auf Boote durchgefĂŒhrt, die Drogen transportiert haben sollen. Insgesamt habe es am Montag drei Attacken auf vier Boote gegeben, bei denen 14 Menschen getötet worden seien, erklĂ€rte Pentagon-Chef Pete Hegseth auf der Plattform X. Eine Person habe ĂŒberlebt. 

Nach seinen Angaben koordinierten mexikanische Behörden die Rettungsmaßnahmen, nachdem die fĂŒr die Region zustĂ€ndige Kommandozentrale des US-MilitĂ€rs (Southcom) sie eingeleitet hatte. Die mexikanische Marine teilte mit, ein Patrouillenschiff und ein AufklĂ€rungsflugzeug seien rund 830 Kilometer sĂŒdöstlich der KĂŒstenstadt Acapulco im Einsatz, um eine Person im Meer zu suchen und zu retten. Sie hĂ€tten auf Bitte der US-KĂŒstenwache hin eingegriffen und erst nach Hegseths Aussagen erfahren, dass es sich bei der Person um ein Besatzungsmitglied der angegriffenen Boote handelte.

Hegseth sprach - wie schon bei frĂŒheren Angriffen dieser Art - von getöteten «Terroristen». Er gab außerdem an, die Attacken hĂ€tten in internationalen GewĂ€ssern stattgefunden.

UN-Sprecher: Eskalation vermeiden

Das US-MilitĂ€r greift seit Wochen immer wieder angeblich mit Drogen beladene Boote in der Karibik und im Pazifik an. Dutzende Menschen sollen dabei bereits getötet worden sein. Das Vorgehen zog viel Kritik nach sich. UN-Menschenrechtsexperten sehen darin VerstĂ¶ĂŸe gegen das Völkerrecht.

Ein Sprecher von UN-GeneralsekretĂ€r AntĂłnio Guterres sagte auf Nachfrage in New York, man sei «sehr besorgt ĂŒber die zunehmenden militĂ€rischen AktivitĂ€ten auf offener See». Es sei wichtig, eine weitere Eskalation zu vermeiden und Konflikte auf diplomatischem Weg zu lösen. «Jedes Mal, wenn jemand getötet wird, muss Rechenschaft abgelegt werden», betonte der Sprecher. Konkret zu den neuen Angriffen Ă€ußerte er sich nicht. 

Der Kampf der US-Regierung gegen Drogenkartelle aus Lateinamerika hatte jĂŒngst eine neue Eskalationsstufe erreicht. Hegseth entsandte vor ein paar Tagen das grĂ¶ĂŸte Kriegsschiff der Welt - den FlugzeugtrĂ€ger «USS Gerald R. Ford» - nach Lateinamerika. US-PrĂ€sident Donald Trump kĂŒndigte zudem an, kĂŒnftig auch an Land hart gegen Rauschgiftschmuggler vorgehen zu wollen.

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