BMW-Aufsichtsratschef: EU muss Teil der Abmachungen umsetzen
06.05.2026 - 09:27:38 | dts-nachrichtenagentur.deUS-PrĂ€sident Donald Trump hatte am vergangenen Freitag erklĂ€rt, seine Regierung werde aus Europa importierte Autos kĂŒnftig mit 25 Prozent Zoll belegen, statt bislang mit 15 Prozent. Zur BegrĂŒndung erklĂ€rte er, die EU habe ihren Teil des im vergangenen August ausgehandelten Zollabkommens nicht erfĂŒllt.
Die aktuell erhöhten Spritpreise sieht der BMW-Aufsichtsratsvorsitzende nicht als hilfreich in Bezug auf den Durchbruch hin zur ElektromobilitĂ€t. "Wir sehen nicht, dass die derzeitige Energieknappheit eine nachhaltige Trendwende hin zur ElektromobilitĂ€t auslöst", so Peter. 2035 werde "gut die HĂ€lfte der Kunden batterieelektrisch fahren wollen", das lasse sich aus der aktuellen Nachfrageentwicklung ableiten. "Aber 100 Prozent werden wir bis dahin nicht erleben, auch bei Weitem keine 90." Ab 2035 dĂŒrfte nach dem heute in der EU geltenden Recht kein Verbrenner-Auto mehr zugelassen werden.
BMW wolle zwar "am Ziel der Dekarbonisierung festhalten", bekrĂ€ftigte Peter. "Aber der Weg dorthin, so wie er geplant ist, wĂ€re zum Schaden Europas." Als ZugestĂ€ndnis der Industrie schlĂ€gt er unter anderem vor, die Nutzung sogenannter Plug-in-Hybride streng zu kontrollieren. Studien zeigen, dass viele Fahrer den E-Antrieb dieser Autos nicht nutzen. "Das ist ein Verhaltensproblem, das eine klimaschonende Technologie in Verruf bringt, die Menschen eigentlich gut an die E-MobilitĂ€t heranfĂŒhren kann", kritisierte Peter. Eine MaĂnahme wĂ€re, dass die Autohersteller das Nutzungsverhalten dokumentieren und sogar sanktionieren können: Wenn ein Fahrer seine Batterie nie lĂ€dt, könnte die Motorleistung gedrosselt werden, technisch sei das machbar.
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