Ökonom Südekum: Neue Fed-Chef unter enormem Druck
16.05.2026 - 01:00:00 | dts-nachrichtenagentur.deSüdekum sagte weiter, Warsh werde erst noch zeigen müssen, dass er die großen Fußstapfen ausfüllen könne, die Powell hinterlassen habe. Hierfür könne man ihm nur alles Gute wünschen. "Das letzte, was die Weltwirtschaft jetzt braucht, ist eine schwache und willfährige Fed, die bloß Direktiven aus dem Weißen Haus umsetzt."
Der Wirtschaftswissenschaftler, der auch Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) berät, vermutet, dass Warsh gleich mit seinem Amtsantritt unter enormem Druck stehen werde. Die Fed sei so gespalten wie nie. "Neueste Daten zeigen, dass die USA auf eine Inflation nahe bei fünf Prozent zusteuern könnte. Zinssenkungen wie von Donald Trump gefordert verbieten sich da eigentlich von selbst. Trotzdem fordern einige Trump-nahe Vertreter in der Fed genau das", erklärte Südekum. Sie stießen damit auf den erbitterten Widerstand der klassischen Notenbanker innerhalb des Fed-Entscheidungsgremiums, darunter auch der Ex-Chef Jerome Powell.
Warsh ist seit Freitag neuer Chef der Fed. Die Notenbank entscheidet auch über die Leitzinsen in den USA. US-Präsident Donald Trump, der als Unterstützer von Warsh gilt, hatte zuletzt immer wieder Zinssenkungsschritte gefordert.
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