Australien, Staat

Auch Australien will Staat PalÀstina anerkennen

11.08.2025 - 12:32:44 | dpa.de

Der Druck auf Israel wegen der katastrophalen Lage im Gazastreifen wÀchst weiter. Nach Frankreich und Kanada will auch Australien einen Staat PalÀstina anerkennen. Israel nennt das «beschÀmend».

Australiens Premier Anthony Albanese schließt sich Frankreich und Kanada an. - Foto: Mick Tsikas/AAP/dpa

Nach Frankreich und Kanada will auch Australien einen palĂ€stinensischen Staat anerkennen. «Eine Zwei-Staaten-Lösung ist die beste Hoffnung der Menschheit, den Kreislauf der Gewalt im Nahen Osten zu durchbrechen und den Konflikt, das Leid und den Hunger in Gaza zu beenden», sagte Premierminister Anthony Albanese vor Journalisten. Das Kabinett hatte zuvor ĂŒber die Entscheidung beraten. 

Formell soll die Anerkennung bei der Generalversammlung der Vereinten Nationen im September verkĂŒndet werden. «Wir haben deutlich gemacht, dass wir PalĂ€stina anerkennen werden, wenn dies am besten zum Frieden beitragen wird», sagte Außenministerin Penny Wong. Der Zeitpunkt dafĂŒr sei im September.

Israels PrĂ€sident Izchak Herzog verurteilte die AnkĂŒndigungen Australiens und anderer LĂ€nder. Sie wĂŒrden den Terror belohnen und die Feinde von Freiheit, LiberalitĂ€t und Demokratie begĂŒnstigen, sagte er nach Angaben eines Sprechers. «Dies ist ein schwerer und gefĂ€hrlicher Fehler, der keinem einzigen PalĂ€stinenser helfen und traurigerweise keine einzige Geisel zurĂŒckbringen wird», fĂŒgte er hinzu. 

Albanese hatte erst am Wochenende gesagt, es sei nur noch eine Frage der Zeit, bis Australien einen palĂ€stinensischen Staat anerkennen werde - und damit Erwartungen geweckt, dass eine solche AnkĂŒndigung unmittelbar bevorstehen könnte. Die Entscheidung sei Teil «einer koordinierten weltweiten Anstrengung», um eine Zwei-Staaten-Lösung voranzutreiben, betonte Albanese. Mit dem Begriff «Zwei-Staaten-Lösung» ist gemeint, dass Israel und ein unabhĂ€ngiger PalĂ€stinenserstaat friedlich Seite an Seite existieren.

Er habe darĂŒber im Vorfeld mit Großbritanniens Premierminister Keir Starmer, dem französischen PrĂ€sidenten Emmanuel Macron, Neuseelands Premierminister Christopher Luxon und Japans Regierungschef Shigeru Ishiba gesprochen, sagte Albanese. Bereits am Donnerstag vergangener Woche habe er das Thema auch mit Israels MinisterprĂ€sident Benjamin Netanjahu und dem PrĂ€sidenten der PalĂ€stinensischen Autonomiebehörde, Mahmud Abbas, erörtert.

Israel verurteilt Entscheidung

Macron hatte schon Ende Juli angekĂŒndigt, eine Anerkennung PalĂ€stinas bei der UN-Vollversammlung offiziell verkĂŒnden zu wollen. Kanada folgte wenige Tage spĂ€ter. Auch Großbritannien drohte Israel zuletzt offen mit einer Anerkennung PalĂ€stinas, falls Netanjahus Regierung den Gaza-Krieg und das Leiden der PalĂ€stinenser nicht beenden sollte. Fast 150 der 193 Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen haben PalĂ€stina bereits als Staat anerkannt.

Netanjahu hatte die bevorstehende AnkĂŒndigung aus Australien und die Entscheidungen der anderen LĂ€nder kĂŒrzlich als «beschĂ€mend» bezeichnet und betont: «Heute ist der Großteil der jĂŒdischen Öffentlichkeit entschieden gegen den palĂ€stinensischen Staat, aus dem einfachen Grund, dass sie wissen, dass er keinen Frieden bringen wird. Er wird Krieg bringen.» 

Neuseelands Außenminister Winston Peters kĂŒndigte derweil an, dass auch der Pazifikstaat ĂŒber eine Anerkennung PalĂ€stinas nachdenke und darĂŒber im Kabinett beraten worden sei. Die Entscheidung solle aber erst im September öffentlich gemacht werden.

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