Ex-US-Sicherheitsberater Bolton verlangt klarere Ukraine-Strategie
08.07.2023 - 00:04:13 | dts-nachrichtenagentur.deBloĂe Waffenlieferungen seien noch keine Strategie, sagte Bolton dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (Samstagausgaben). "Die bisherigen Lieferungen deuten im Gegenteil eher auf die Abwesenheit einer Strategie hin."
Im Fall der monatelang umstrittenen Kampfpanzer sei man sich inzwischen einig, dass es richtig sei, sie einzusetzen. Bolton, der als Architekt des Irakkriegs gilt und spĂ€ter US-PrĂ€sident Donald Trump beriet, fragte, warum man die Kampfpanzer nicht viel frĂŒher geliefert habe. Eine Ă€hnliche Debatte zeichne sich inzwischen beim Thema Kampfflugzeuge ab. "Ich glaube nicht, dass es klug ist, in einen Konflikt nach und nach immer mehr Waffen einzutrĂ€ufeln wie Zutaten beim Backen", sagte Bolton. "In Wirklichkeit mĂŒssen wir doch erst die Strategie entwerfen - daraus ergibt sich dann, welche Waffen wir brauchen, um die Strategie umzusetzen." Bolton forderte den Westen auf, dringend auf Moskau einzuwirken, um jeder Form von Sabotage im ukrainischen Atomkraftwerk Saporischschja vorzubeugen. "Wenn Russland tatsĂ€chlich einen Austritt von RadioaktivitĂ€t bewirken und als Waffe nutzen sollte, muss die Reaktion der USA und des Westens sehr hart ausfallen", so Bolton. "Schon jetzt sollten westliche Regierungen ihren russischen GesprĂ€chspartnern unmissverstĂ€ndlich klar machen, dass sich Moskau solche Szenarien am besten von vornherein aus dem Kopf schlĂ€gt."
dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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