Kolumbien, USA

USA mahnen geordneten Machtwechsel in Kolumbien an

Veröffentlicht: 11.07.2026 um 01:06 Uhr, dpa.de

Der linke PrĂ€sident Petro erkennt die Niederlage seines Kandidaten bei der PrĂ€sidentenwahl nicht an. Die USA und VerbĂŒndete pochen auf die Einhaltung der Verfassung und einen geordneten Übergang.

  • Die USA und mehrere lateinamerikanische Staaten haben Kolumbiens Behörden zur Einhaltung der Verfassung und zu einem geordneten Machtwechsel aufgerufen. (Archivbild) - Bild: Rebecca Blackwell/AP/dpa
    Die USA und mehrere lateinamerikanische Staaten haben Kolumbiens Behörden zur Einhaltung der Verfassung und zu einem geordneten Machtwechsel aufgerufen. (Archivbild) - Bild: Rebecca Blackwell/AP/dpa
  • Gustavo Petro erkannte den Wahlsieg seines rechten Nachfolgers nicht an. (Archivbild) - Bild: Ivan Valencia/AP/dpa
    Gustavo Petro erkannte den Wahlsieg seines rechten Nachfolgers nicht an. (Archivbild) - Bild: Ivan Valencia/AP/dpa
Die USA und mehrere lateinamerikanische Staaten haben Kolumbiens Behörden zur Einhaltung der Verfassung und zu einem geordneten Machtwechsel aufgerufen. (Archivbild) - Bild: Rebecca Blackwell/AP/dpa Gustavo Petro erkannte den Wahlsieg seines rechten Nachfolgers nicht an. (Archivbild) - Bild: Ivan Valencia/AP/dpa

Die USA und mehrere lateinamerikanische Staaten haben Kolumbiens Behörden nach der PrĂ€sidentenwahl zur Einhaltung der Verfassung und zu einem geordneten Machtwechsel aufgerufen. «Wir richten einen nachdrĂŒcklichen Appell an alle kolumbianischen Behörden, in strikter Übereinstimmung mit der Verfassung, dem Gesetz und den demokratischen GrundsĂ€tzen zu handeln», hieß es in einer gemeinsamen ErklĂ€rung. Zu den Unterzeichnern gehören neben den USA unter anderem Argentinien, Ecuador und El Salvador sowie weitere Staaten in Lateinamerika und der Karibik, die US-PrĂ€sidenten Donald Trump politisch nahestehen.

Mit «großer Sorge» beobachteten die Regierungen demnach jĂŒngste Äußerungen und Handlungen, die ohne ausreichende Belege Zweifel an der IntegritĂ€t des Wahlprozesses in Kolumbien sĂ€ten und Unsicherheit ĂŒber den institutionellen Übergang erzeugten. Zugleich betonten die Unterzeichner, nur der von den zustĂ€ndigen Wahlbehörden offiziell festgestellte WĂ€hlerwille verleihe staatlicher Macht demokratische LegitimitĂ€t. Versuche, das offiziell verkĂŒndete Wahlergebnis oder den Übergangsprozess zu delegitimieren oder zu behindern, wiesen sie zurĂŒck.

Petro erkannte Wahlsieg seines rechten Nachfolgers nicht an

Hintergrund ist der Streit um den Regierungswechsel in Kolumbien. Der gewĂ€hlte PrĂ€sident Abelardo de la Espriella hatte den formellen Übergangsprozess ausgesetzt, nachdem die scheidende linke Regierung unter PrĂ€sident Gustavo Petro den Wahlausgang wegen angeblichen Wahlbetrugs infrage gestellt hatte. 

Petro kĂŒndigte spĂ€ter zwar an, die Macht am 6. August zu ĂŒbergeben, erkannte den Wahlsieg seines rechten Nachfolgers aber weiterhin nicht an. De la Espriella wirft dem Regierungslager einen Putschversuch vor.

Bei der PrĂ€sidentenwahl kam der von US-PrĂ€sident Trump unterstĂŒtzte Kandidat auf rund 49,6 Prozent der Stimmen, der linke Regierungskandidat IvĂĄn Cepeda auf rund 48,7 Prozent. Petro selbst durfte nicht mehr antreten, weil die Wiederwahl des PrĂ€sidenten in der Verfassung untersagt ist.

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