Nikki Haley plĂ€diert fĂŒr UnterstĂŒtzung der Ukraine
05.06.2023 - 04:47:27 | dpa.deDie republikanische PrĂ€sidentschaftsbewerberin Nikki Haley hat sich wĂ€hrend einer BĂŒrgerfragestunde des US-Senders CNN klar zum russischen Angriffskrieg in der Ukraine positioniert. Bei der UnterstĂŒtzung der Ukraine gehe es auch darum, die Freiheit zu verteidigen und der Tyrannei weltweit Einhalt zu gebieten, sagte sie gestern Abend bei dem Auftritt in Des Moines im Bundesstaat Iowa.
Damit grenzt sich die 51 Jahre alte Republikanerin, die von 2017 bis 2018 US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen war, deutlich von ihrem stĂ€rksten parteiinternen Konkurrenten und frĂŒheren Chef Donald Trump ab.
«Sieg fĂŒr die Ukraine ein Sieg fĂŒr uns alle»
«Es geht um mehr als die Ukraine, in diesem Krieg geht es um Freiheit», sagte sie. «Was wir verstehen mĂŒssen, ist, dass ein Sieg fĂŒr die Ukraine ein Sieg fĂŒr uns alle ist.» Tyrannen auf der ganzen Welt machten kein Geheimnis daraus, was sie vorhĂ€tten. Wenn die Ukraine gewinne, dann sende dies auch eine Botschaft an China, den Iran und Nordkorea. Es gehe nicht darum, der Ukraine Geld zu geben oder dort Truppen zu stationieren, sondern darum, mit den VerbĂŒndeten zusammenzuarbeiten und sicherzustellen, dass die Ukraine genug AusrĂŒstung und die Munition habe, um zu gewinnen.
Trump hatte sich im gleichen Format Mitte Mai ausweichend zur Ukraine geĂ€uĂert. Auf die Frage, ob er der Ukraine weiter Geld und Waffenlieferungen zur VerfĂŒgung stellen wĂŒrde, sollte er die PrĂ€sidentenwahl 2024 gewinnen, sagte er: «Ich möchte, dass Europa mehr Geld zur VerfĂŒgung stellt, weil sie uns auslachen. Sie denken, wir sind ein Haufen Idioten.» Trump behauptete, die US-Regierung verschenke so viel AusrĂŒstung, dass keine Munition fĂŒr die eigenen Truppen mehr ĂŒbrig sei.
Trump beharrte damals auch auf seiner Behauptung, er könne den seit mehr als 14 Monaten anhaltenden Krieg zwischen Russland und der Ukraine in 24 Stunden beenden. Beide Konfliktparteien hÀtten StÀrken und SchwÀchen. Auf die Frage, ob Russlands PrÀsident Wladimir Putin ein Kriegsverbrecher sei, sagte Trump: «Wenn Sie sagen, dass er ein Kriegsverbrecher ist, wird es viel schwieriger sein, einen Deal zu machen.» Haley entgegnete nun: «Man kann einem Regime nicht vertrauen, das einmarschiert und versucht, den Menschen ihre Freiheiten zu nehmen.»
Was macht Mike Pence?
Die PrĂ€sidentschaftswahl steht am 5. November 2024 an. Bei den Republikanern gibt es ein breites Bewerberfeld. Neben Trump hat auch der Gouverneur des Bundesstaats Florida, Ron DeSantis, seine Bewerbung bekanntgegeben. Es wird erwartet, dass am Mittwoch auch der frĂŒhere VizeprĂ€sident Mike Pence seinen Hut in den Ring wirft. Die Republikaner kĂŒren ihren Kandidaten in einer parteiinternen Vorwahl. An diesem Wochenende prĂ€sentierten sich einige der Bewerberinnen und Bewerber bei Auftritten in Iowa.
Die Erfolgschancen Haleys, ehemals Gouverneurin von South Carolina, gelten als gering. Bei ihrem CNN-Auftritt Ă€uĂerte sie sich zu einer Vielzahl von Themen.
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