Ausland, USA

Ex-Trump-Berater stellt US-Hilfen fĂŒr Ukraine infrage

10.08.2023 - 10:50:52 | dts-nachrichtenagentur.de

Der republikanische Stratege Elbridge Colby plĂ€diert dafĂŒr, die US-Hilfen fĂŒr die Ukraine in weiten Teilen zu beenden.

Ukrainische Flagge - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur

"Jede Granate und jede Patrone, die in der Ukraine verschossen wird, steht nicht zur Abschreckung Pekings zur VerfĂŒgung", sagte Colby dem "Spiegel". Der Harvard-Absolvent war wĂ€hrend der PrĂ€sidentschaft von Donald Trump maßgeblich an der Formulierung einer neuen Verteidigungsstrategie fĂŒr die Vereinigten Staaten beteiligt und wird in Washington als außenpolitischer Berater einer möglichen republikanischen Administration gehandelt.

Angesichts der wachsenden militĂ€rischen und ökonomischen StĂ€rke Chinas sei es notwendig, dass sich ein kĂŒnftiger republikanischer PrĂ€sident auf den indopazifischen Raum konzentriere. "Wir mĂŒssen verhindern, dass Peking so viel Macht anhĂ€uft, dass es gelingt, die Kerninteressen der USA zu untergraben", so Colby. Es sei eine reale Gefahr, dass chinesische PrĂ€sident Xi Jinping schon im Jahr 2027 den Befehl gebe, Taiwan anzugreifen. Eine Invasion der Insel mĂŒsse auf jeden Fall vereitelt werden. "Wenn Xi wirklich das Risiko einer Invasion Taiwans eingehen sollte, wird es ein gewaltiger militĂ€rischer Konflikt sein, den wir nicht verlieren dĂŒrfen. Sonst wird unsere gesamte militĂ€rische Position im Indopazifik zusammenbrechen", so Colby. Der deutschen Regierung warf er vor, zu wenig zu tun, um eine effektive europĂ€ische Verteidigung gegen Russland zu organisieren. Mit dem Ende des Kalten Krieges sei die bewusste Entscheidung getroffen worden, die Bundeswehr und deren Kampfbereitschaft drastisch zu reduzieren. "Politisch kann ich das verstehen: Es ist natĂŒrlich viel bequemer, das Geld in den Sozialstaat zu stecken", sagte Colby. "Aber aus Sicht der USA verlangen die Deutschen von uns praktisch, dass wir unsere nationalen Interessen aufgeben, weil sie nicht bereit sind, ihre moralische Pflicht zu erfĂŒllen und Europa dabei anzufĂŒhren, eine kollektive Verteidigung aufzubauen."

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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