Nahost, Hamas

Berichte ĂŒber Hamas-GrĂ€uel in Israel - Israel bombt massiv

11.10.2023 - 12:38:37 | dpa.de

Der Überfall von Hamas-Terroristen auf Israel hat das Land geschockt. Das ganze Ausmaß der GrĂ€ueltaten wird immer sichtbarer. Unterdessen setzte die Armee ihre massiven Luftangriffe im Gazastreifen fort.

  • PalĂ€stinenserinnen trauern in Khan Yunis um ihre Angehörigen, die bei einem israelischen Luftangriff getötet wurden. - Foto: Abed Rahim Khatib/dpa
    PalÀstinenserinnen trauern in Khan Yunis um ihre Angehörigen, die bei einem israelischen Luftangriff getötet wurden. - Foto: Abed Rahim Khatib/dpa
  • StreitkrĂ€fte der IDF bergen die Leichen israelischer Bewohner aus einem zerstörten Haus in Kfar Aza. - Foto: Ilia Yefimovich/dpa
    StreitkrÀfte der IDF bergen die Leichen israelischer Bewohner aus einem zerstörten Haus in Kfar Aza. - Foto: Ilia Yefimovich/dpa
  • WĂ€hrend eines israelischen Luftangriffs steigt Rauch am Rafah-GrenzĂŒbergang zwischen Gaza und Ägypten auf. - Foto: Abed Rahim Khatib/dpa
    WĂ€hrend eines israelischen Luftangriffs steigt Rauch am Rafah-GrenzĂŒbergang zwischen Gaza und Ägypten auf. - Foto: Abed Rahim Khatib/dpa
  • Israelische Soldaten sind nahe der Grenze zwischen Israel und dem Gazastreifen im Einsatz. - Foto: Ilia Yefimovich/dpa
    Israelische Soldaten sind nahe der Grenze zwischen Israel und dem Gazastreifen im Einsatz. - Foto: Ilia Yefimovich/dpa
  • Ein Mann wischt sich wĂ€hrend einer SolidaritĂ€ts-Veranstaltung fĂŒr Israel im texanischen Houston TrĂ€nen aus dem Gesicht. - Foto: Jon Shapley/Houston Chronicle/AP/dpa
    Ein Mann wischt sich wĂ€hrend einer SolidaritĂ€ts-Veranstaltung fĂŒr Israel im texanischen Houston TrĂ€nen aus dem Gesicht. - Foto: Jon Shapley/Houston Chronicle/AP/dpa
  • Familienmitglieder trauern im Libanon um ihren Angehörigen, der bei einem israelischen Raketenangriff getötet wurde.n - Foto: Marwan Naamani/dpa
    Familienmitglieder trauern im Libanon um ihren Angehörigen, der bei einem israelischen Raketenangriff getötet wurde.n - Foto: Marwan Naamani/dpa
  • Über Gaza-Stadt werden Raketen auf Israel abgefeuert. - Foto: Rizek Abdeljawad/Xinhua/dpa
    Über Gaza-Stadt werden Raketen auf Israel abgefeuert. - Foto: Rizek Abdeljawad/Xinhua/dpa
PalĂ€stinenserinnen trauern in Khan Yunis um ihre Angehörigen, die bei einem israelischen Luftangriff getötet wurden. - Foto: Abed Rahim Khatib/dpa StreitkrĂ€fte der IDF bergen die Leichen israelischer Bewohner aus einem zerstörten Haus in Kfar Aza. - Foto: Ilia Yefimovich/dpa WĂ€hrend eines israelischen Luftangriffs steigt Rauch am Rafah-GrenzĂŒbergang zwischen Gaza und Ägypten auf. - Foto: Abed Rahim Khatib/dpa Israelische Soldaten sind nahe der Grenze zwischen Israel und dem Gazastreifen im Einsatz. - Foto: Ilia Yefimovich/dpa Ein Mann wischt sich wĂ€hrend einer SolidaritĂ€ts-Veranstaltung fĂŒr Israel im texanischen Houston TrĂ€nen aus dem Gesicht. - Foto: Jon Shapley/Houston Chronicle/AP/dpa Familienmitglieder trauern im Libanon um ihren Angehörigen, der bei einem israelischen Raketenangriff getötet wurde.n - Foto: Marwan Naamani/dpa Über Gaza-Stadt werden Raketen auf Israel abgefeuert. - Foto: Rizek Abdeljawad/Xinhua/dpa

Auch Tage nach dem beispiellosen Überfall von Terroristen der islamistischen Hamas auf israelische Ortschaften in der NĂ€he des Gazastreifens werden neue GrĂ€ueltaten bekannt.

In dem nur zwei Kilometer vom Grenzzaun entfernten Kibbutz Kfar Aza ermordeten Bewaffnete nach offiziellen Angaben eine große Zahl der Bewohner, darunter auch Kinder, in ihren HĂ€usern. Im Fernsehen waren grauenvolle Bilder zu sehen. Israelische Soldaten bargen aus den zum Teil niedergebrannten WohnhĂ€usern Leichen. Sie verluden schwarze LeichensĂ€cke auf Lastwagen. Im GelĂ€nde lagen Leichen von Hamas-Terroristen, die erst bis Dienstagmorgen niedergekĂ€mpft werden konnten.

Die Armee machte bisher zunĂ€chst keine Angaben zur Zahl der Opfer, zeigte sich aber erschĂŒttert. «Was im Kibbutz Kfar Aza geschehen ist, ist ein Massaker, bei dem Frauen, Kleinkinder und Ă€ltere Menschen brutal im Stil des IS abgeschlachtet wurden», sagte ein Sprecher. Die Terrormiliz IS war in Syrien auch fĂŒr Enthauptungen ihrer Opfer berĂŒchtigt. Auch US-PrĂ€sident Joe Biden verglich die Hamas mit dem IS. Die im Gazastreifen herrschende Hamas wird von der EU, von den USA und Israel als Terrororganisation eingestuft. Die Vereinten Nationen sprechen dagegen von «bewaffneten Gruppen» und berufen sich dabei auf das humanitĂ€re Völkerrecht.

Vor Bodenoffensive weiter LuftschlÀge im Gazastreifen

Die israelische Armee setzte vor der allgemein erwarteten Bodenoffensive ihre massiven LuftschlÀge auf Hamas-Ziele im Gazastreifen auch in der Nacht fort. Dutzende Kampfjets hÀtten mehr als 200 Ziele im Gebiet Al-Furqan angegriffen, teilten die Armee am Morgen mit. Zudem sei die Islamische UniversitÀt als Terrorziel bombardiert worden. Die UniversitÀt sei ein «wichtiges operatives und militÀrisches Zentrum der Hamas-Terrororganisation» gewesen, betonte die Armee.

Hunderttausende im abgeriegelten Gazastreifen auf der Flucht

Nach Angaben des UN-NothilfebĂŒros OCHA flohen bisher etwa 264.000 Menschen innerhalb des dicht besiedelten und von Israel sowie Ägypten abgeriegelten Gazastreifens. Wie die Hilfsorganisation in der Nacht auf Mittwoch in Genf weiter mitteilte, sind die Vertriebenen in SchulgebĂ€uden, bei Verwandten oder Nachbarn untergekommen. Allerdings gab es auch Stimmen, dass es in dem nur 40 Kilometer langen und zwischen sechs und zwölf Kilometer breiten Gebiet eigentlich kaum sichere Gegenden gebe.

OCHA berichtete von israelischen Luftangriffen auch auf mehrere WohngebĂ€ude im Gazastreifen. Laut dem Ministerium fĂŒr öffentliche Bauten und Wohnen in Gaza wurden seit dem Beginn der Luftangriffe am Samstag mehr als 1500 Wohneinheiten zerstört oder schwer beschĂ€digt. Außerdem wurden laut OCHA fĂŒnf Infrastruktureinrichtungen beschĂ€digt, die die Wasser- und SanitĂ€rversorgung fĂŒr eine halbe Million Menschen im Gazastreifen sicherstellen. In dem palĂ€stinensischen Gebiet, das etwas grĂ¶ĂŸer als MĂŒnchen ist, leben mehr als zwei Millionen Menschen.

Vorbereitungen fĂŒr israelische Bodenoffensive laufen

Die israelische Armee zog an der Grenze zum Gazastreifen, von wo aus die Hamas am Wochenende ihre Angriffe begonnen hatte, massiv Truppen zusammen. 300.000 Reservisten wurden mobilisiert. Offensichtlich ist eine großangelegte MilitĂ€roperation geplant.

Weiter KĂ€mpfe im SĂŒden

Berichten zufolge kĂ€mpft Israels Armee weiter gegen Terroristen im SĂŒden des Landes. In der NĂ€he des Kibbutz' Zikim hĂ€tten israelische Soldaten drei Militante getötet, meldeten israelische Medien.

Die Armee teilte mit, sie sei in den vergangenen Tagen in der Region auf mehrere Hamas-Mitglieder gestoßen. In einem Fall im Kibbutz Beeri hĂ€tten die Terroristen israelische Armeeuniformen getragen und das Feuer gegen die Soldaten eröffnet. Diese hĂ€tten Panzergranaten auf die Militanten gefeuert und diese getötet.

In einem anderen Kibbutz hÀtten Soldaten einen Terroristen in einem Luftschutzbunker «neutralisiert» und einen jungen Zivilisten gerettet. Unklar war zunÀchst, ob der militante PalÀstinenser ihn als Geisel genommen hatte.

In Israel steigt die Zahl der Toten

In Israel wurden bis Mittwoch mindestens 1200 Todesopfer gezĂ€hlt. Das teilte der Sprecher der israelischen Armee, Jonathan Conricus, mit. Die Â«ĂŒberwĂ€ltigende Mehrheit» der Todesopfer seien Zivilisten. Rund 3000 Menschen seien verletzt worden.

Zahl der Toten steigt auch im Gazastreifen

Durch die andauernden GegenschlÀge der israelischen Luftwaffe starben im Gazastreifen nach Angaben des dortigen Gesundheitsministeriums bisher mindestens 1100 Menschen. Mindestens 5300 weitere Menschen wurden nach neuen Angaben vom Mittwoch verletzt.

Mitarbeiter der UN im Gazastreifen getötet

Neun Mitarbeiter der Vereinten Nationen wurden nach UN-Angaben seit Samstag im Gazastreifen durch israelische Luftangriffe getötet. Das UN-Hilfswerks fĂŒr PalĂ€stinensische FlĂŒchtlinge im Nahen Osten (UNRWA) bestĂ€tigte der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch: «Neun UNRWA-Mitarbeiter wurden getötet, drei Lehrer wurden verletzt.» Außerdem seien bisher 30 UNRWA-SchĂŒlerinnen und SchĂŒler ums Leben gekommen. Acht weitere wurden demnach verletzt.

Einziges Kraftwerk in Gaza stellt Produktion ein

Das einzige Kraftwerk im Gazastreifen wurde nach Angaben der palÀstinensischen ElektrizitÀtsgesellschaft wegen Treibstoffmangels abgeschaltet, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte.

Auch Deutsche unter den Opfern

Die Hamas hatte am Samstag das schlimmste Blutbad unter Zivilisten seit der israelischen StaatsgrĂŒndung angerichtet. Laut Armee wurden zudem etwa 150 Menschen in den Gazastreifen entfĂŒhrt, darunter auch mindestens fĂŒnf Deutsche. Eine Deutsche wurde getötet, wie das ZDF am Dienstag berichtete. Die ebenfalls von dem Sender stammende Information ĂŒber die fĂŒnf entfĂŒhrten BundesbĂŒrger wurden der Deutschen Presse-Agentur aus parlamentarischen Quellen bestĂ€tigt.

Israel droht zweite Front im Norden

Israel wurde nicht nur vom Gazastreifen aus angegriffen, sondern auch wieder im Norden aus dem Libanon und aus Syrien. Die wie die Hamas mit dem Iran verbĂŒndete Schiitenmiliz Hisbollah im Libanon teilte am Mittwoch mit, sie habe mehrere Raketen auf Israel abgefeuert. Das israelische MilitĂ€r reagierte nach Berichten aus dem SĂŒdlibanon mit Artilleriebeschuss. Es besteht Sorge, dass dort eine zweite Front entstehen könnte.

Pistorius bietet Israel deutsche UnterstĂŒtzung an

Verteidigungsminister Boris Pistorius hat seinem israelischen Kollegen Joav Galant UnterstĂŒtzung aus Deutschland angeboten. Die Bundesregierung habe dieses Angebot auch gegenĂŒber dem israelischen MilitĂ€rattachĂ© gemacht, sagte der SPD-Politiker in Berlin. «Beide haben bislang gesagt, dass sie keine UnterstĂŒtzung brauchen militĂ€rischer oder technischer Art. Es geht um politische UnterstĂŒtzung», sagte Pistorius. Diese stehe außer Frage.

Rabbiner-Konferenz: «Der schwÀrzeste Tag seit dem Nazi-Holocaust»

Die Konferenz der EuropĂ€ischen Rabbiner (CER) zeigt sich entsetzt vom Angriff der Hamas und fordert UnterstĂŒtzung fĂŒr Israel. «Simchat Torah 2023 wird als der schwĂ€rzeste Tag seit dem Nazi-Holocaust in die jĂŒdische Geschichte eingehen», sagte Oberrabbiner Pinchas Goldschmidt am Mittwoch in MĂŒnchen. «Juden auf der ganzen Welt sind im Gebet und in der UnterstĂŒtzung fĂŒr unsere BrĂŒder und Schwestern in Israel vereint.»

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