OpenAI-Chef Altman rechnet mit weiteren KI-Zwischenfällen
Veröffentlicht am: 14.08.2026 um 10:00 Uhr | dts-nachrichtenagentur.deAltman begründete den Schritt mit der Bedeutung des Marktes. "Deutschland ist seit jeher einer unserer größten und am schnellsten wachsenden Märkte", sagte er. "Er gehört auch zu denen, die unsere Tools am aggressivsten einsetzen." Zugleich stellte der OpenAI-Chef weitere Investitionen in Aussicht: "Wir versuchen derzeit herauszufinden, wie wir noch mehr Infrastruktur in Deutschland aufbauen können." Gespräche mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) über ein deutsches Rechenzentrum waren zuletzt ergebnislos geblieben. "Ich persönlich hoffe, dass Deutschland den Bau von Rechenzentren in Betracht zieht und die notwendigen Ressourcen bereitstellt", sagte Altman. Selbst ohne eigene Rechenzentren gelte: "Die deutsche Wirtschaft hat bereits entschieden, KI tief zu integrieren."
Zu den jüngsten Sicherheitsvorfällen in seinem Unternehmen äußerte sich Altman zurückhaltend. OpenAI hatte die Entwicklung seines neuen Modells Astra in Teilen ausgesetzt, nachdem das System kritische Fähigkeiten im Bereich Cybersicherheit gezeigt hatte. Zuvor war ein Modell aus seiner Testumgebung ausgebrochen und hatte die Plattform Hugging Face gehackt. "Bei dieser Entwicklung wird es zu Zwischenfällen kommen. Es wird Dinge geben, die schiefgehen", sagte Altman. "Ich halte es für sehr wichtig, dass wir keine Modelle entwickeln, die wir nicht kontrollieren können. Das ist unser Grundsatz." Weltweit stehe die Cybersicherheit vor einer "sehr turbulenten Phase". Altman zeigte sich zuversichtlich, dass "in den nächsten Monaten so etwas wie eine Branchenorganisation" für KI-Sicherheit geschaffen werde.
Beim Thema Profitabilität blieb der OpenAI-Chef vage. Berichten zufolge schrieb das Unternehmen im vergangenen Jahr 38,5 Milliarden Dollar Verlust, zugleich sind bis 2030 Investitionen in Rechenleistung von über 600 Milliarden Dollar geplant. "Wir haben es nicht eilig damit. Ich gehe davon aus, dass wir eines Tages sehr profitabel sind", sagte Altman. Wann OpenAI schwarze Zahlen schreiben werde, ließ er offen: "Ich habe kein bestimmtes Jahr im Sinn." Zur Frage des geplanten Börsengangs sagte er lediglich: "Sobald wir einen Zeitplan bekanntgeben können, werden wir das tun."
