Ukraine: Biden berÀt sich mit Vertretern von G7, Nato, EU
03.10.2023 - 17:49:56 | dpa.deUS-PrĂ€sident Joe Biden hat eine Reihe der wichtigsten Vertreter von VerbĂŒndeten und Partnern zusammengerufen, um weitere UnterstĂŒtzung fĂŒr die Ukraine zu koordinieren. Bei einer Telefonkonferenz mit Biden nahmen nach Angaben aus Washington Bundeskanzler Olaf Scholz, EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen und Nato-GeneralsekretĂ€r Jens Stoltenberg teil.
Zugeschaltet waren demnach auch EU-RatsprĂ€sident Charles Michel sowie die Staats- und Regierungschefs aus GroĂbritannien, Kanada, Italien, Japan, Polen, RumĂ€nien und die französische AuĂenministerin. Die US-Regierung wollte zu einem spĂ€teren Zeitpunkt weitere Details zu dem GesprĂ€ch bekannt geben.
Biden habe in der Runde auch ĂŒber den Haushaltsstreit in den USA und die Entwicklungen vom Wochenende gesprochen, sagte der Kommunikationsdirektor des Nationalen Sicherheitsrats, John Kirby. Der Kongress hatte am Samstag einen Ăbergangshaushalt verabschiedet, der keine weiteren Ukraine-Hilfen vorsieht. Mit dem Kompromiss wurde ein drohender Stillstand der Regierung im letzten Moment abgewendet. Biden habe in dem GesprĂ€ch deutlich gemacht, dass er zuversichtlich sei, dass die USA ihre Zusagen fĂŒr die Ukraine einhalten könnten und es dafĂŒr weiterhin ĂŒberparteiliche UnterstĂŒtzung geben werde.
Kirby betonte aber auch, dass der US-Kongress nun handeln mĂŒsse, damit die UnterstĂŒtzung aus den Vereinigten Staaten nicht aufhöre. Biden erwarte, dass der Vorsitzende des US-ReprĂ€sentantenhauses, Kevin McCarthy, sein «öffentliches Versprechen» einhalte, die notwendige UnterstĂŒtzung fĂŒr die Ukraine zu sichern. Das Telefonat mit den fĂŒhrenden Vertretern von G7, Nato und EU habe bewiesen, dass die Welt genau hinschaue, was in den USA passiere.
EU zeigt sich zufrieden
Es sei ein «gutes GesprĂ€ch» der fĂŒhrenden Vertreter von EU, G7, Nato und dem «Bukarest 9»-Format gewesen, teilte von der Leyen nach den Beratungen ĂŒber den Kurznachrichtendienst X (vormals Twitter) mit. Von EU-Seite seien neue Finanzhilfen in Höhe von 50 Milliarden Euro fĂŒr Reformen und Investitionen vorgeschlagen worden. Bis MĂ€rz 2024 wolle man eine Million Schuss Munition an die Ukraine liefern.
Die EU wolle auĂerdem dabei unterstĂŒtzen, durch Russland verĂŒbte Verbrechen aufzuklĂ€ren. Stoltenberg schrieb auf X: «WĂ€hrend Russland seinen brutalen Krieg fortsetzt, sind wir alle verpflichtet, die #Ukraine zu unterstĂŒtzen, solange es nötig ist.»
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