Ausland, Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

Deutschland will Entwicklungsländern mit Beatmungsgeräten helfen

Veröffentlicht am: 18.06.2020 um 09:40 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Deutschland schickt eine SEEG („Schnell Einsetzbare Expertengruppe Gesundheit“) aus Ärzten und Experten sowie technisches Equipment in Entwicklungsländer, die Soforthilfe bei der Coronabekämpfung brauchen.

Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) (Archiv), Illustration mit AI erstellt.
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) (Archiv), Illustration mit AI erstellt.
In der RTL-/n-tv-Sendung „Frühstart“ äußerte sich am Donnerstag (18. Juni 2020) der Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) zum betreffenden Einsatz. Er bezeichnete die Sondereinsatzgruppe als „Weißhelme“ (in Anlehnung an eine humanitäre Hilfsorganisation im Nahen Osten). Die Ärzte und Laborwissenschaftler sollen laut Müller mit Test-Kits modernes Know-how, Testkapazitäten und Technik in die Entwicklungsländer bringen, um dort Soforthilfe zu leisten. Anfragen gebe es derzeit von zehn Ländern. Die SEEG werde ihre nächsten Einsätze Ende Juni in Togo und Peru absolvieren. Dort gebe es einen riesigen Bedarf: Die betreffenden Länder hätten praktisch keine Test- und kaum Laborkapazitäten. Das deutsche Expertenteam sei daher hochwillkommen. Der zweite Schritt nach den Test-Kits soll laut Müller darin bestehen, in die betreffenden Staaten Beatmungsgeräte zu liefern, um die Überlebenschancen von schwer an Covid-19 erkrankten Patienten zu erhöhen.

Pro Einsatz reisen zwischen zwei und sechs Experten jeweils für 14 Tage in das betreffende Land. Es handelt sich um Experten aus der Forschung (vom Robert-Koch-Institut), aus der Medizin (vom Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin) und aus dem EZ-Traineeprogramm der GIZ (Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit). Aktuell seien wegen der Corona-Pandemie auch Experten der Berliner Charité mit an Bord. Ein Einsatz in Brasilien werde ebenfalls derzeit vorbereitet. Dort verschlechtere sich die Lage täglich. Vor allem die Hauptstadt des Bundesstaates Amazonas Manaus benötige dringend Soforthilfe. Die Krise habe sich nun in Europa leicht entspannt, so Müller. Daher könne man die nötigen Kapazitäten zur Verfügung stellen. Mit Stand 18. Juni 2020 seien bereits mehr als 240.000 Corona-Test-Kits an die Partnerländer übergeben worden. Die SEEG ist nach ihren eigenen Angaben der weltweit zweitgrößte Verteiler (nach der WHO) von solchen Tests. Bundesentwicklungshilfeminister Gerd Müller sagte dazu in der Fernsehsendung, dass die deutsche Hilfe sehr begehrt und stark nachgefragt sei.

 

Redaktion ad-hoc-news.de, A-055824

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