Frankreich, Deutschland

Trump nÀhert sich G7-Partnern an - Lob von Merz

17.06.2026 - 15:10:27 | dpa.de

Die Erwartungen vor dem G7-Gipfeltreffen im malerischen Kurort Évian waren eher mau. Umso erstaunlicher, dass die Runde mit dem US-PrĂ€sidenten Trump tatsĂ€chlich am Ende eine gemeinsame Sprache findet.

  • Die Staats- und Regierungschefs der G7 haben sich auf eine gemeinsame ErklĂ€rung zu geopolitischen Fragen geeinigt. - Bild: Michael Kappeler/dpa-Pool/dpa
    Die Staats- und Regierungschefs der G7 haben sich auf eine gemeinsame ErklÀrung zu geopolitischen Fragen geeinigt. - Bild: Michael Kappeler/dpa-Pool/dpa
  • Die USA - mit PrĂ€sident Trump am Tisch - arbeiteten wieder konstruktiver mit. - Bild: Michael Kappeler/dpa-Pool/dpa
    Die USA - mit PrÀsident Trump am Tisch - arbeiteten wieder konstruktiver mit. - Bild: Michael Kappeler/dpa-Pool/dpa
  • Merz hat zu einem E5-Treffen nach Berlin eingeladen. - Bild: Michael Kappeler/dpa-POOL/dpa
    Merz hat zu einem E5-Treffen nach Berlin eingeladen. - Bild: Michael Kappeler/dpa-POOL/dpa
  • Die Erwartungen an US-PrĂ€sidenten waren beim G7-Gipfel eher gering. Aber Donald Trump bracht sich konstruktiv ein.  - Bild: Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa
    Die Erwartungen an US-PrÀsidenten waren beim G7-Gipfel eher gering. Aber Donald Trump bracht sich konstruktiv ein. - Bild: Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa
  • Friedrich Merz fand die Zusammenarbeit mit US-PrĂ€sident Trump konstruktiv und persönlich in Ordnung.  - Bild: Michael Kappeler/dpa-Pool/dpa
    Friedrich Merz fand die Zusammenarbeit mit US-PrÀsident Trump konstruktiv und persönlich in Ordnung. - Bild: Michael Kappeler/dpa-Pool/dpa
  • Die Staats- und Regierungschefs der G7 haben sich auf eine gemeinsame ErklĂ€rung zu geopolitischen Fragen wie dem Krieg in der Ukraine und dem Iran-Konflikt geeinigt. - Bild: Michael Kappeler/dpa-Pool/dpa
    Die Staats- und Regierungschefs der G7 haben sich auf eine gemeinsame ErklÀrung zu geopolitischen Fragen wie dem Krieg in der Ukraine und dem Iran-Konflikt geeinigt. - Bild: Michael Kappeler/dpa-Pool/dpa
  • Die USA - mit PrĂ€sident Trump am Tisch - arbeiteten wieder mehr miteinander.  - Bild: Michael Kappeler/dpa-Pool/dpa
    Die USA - mit PrÀsident Trump am Tisch - arbeiteten wieder mehr miteinander. - Bild: Michael Kappeler/dpa-Pool/dpa
  • FĂŒr Bundeskanzler Merz hat der G7-Gipfel echte Fortschritte gebracht.  - Bild: Michael Kappeler/dpa-POOL/dpa
    FĂŒr Bundeskanzler Merz hat der G7-Gipfel echte Fortschritte gebracht. - Bild: Michael Kappeler/dpa-POOL/dpa
  • Bundeskanzler Friedrich Merz will bei der Beilegung des Ukraine-Krieges endlich europĂ€ische Positionen einbringen. - Bild: Michael Kappeler/dpa-Pool/dpa
    Bundeskanzler Friedrich Merz will bei der Beilegung des Ukraine-Krieges endlich europÀische Positionen einbringen. - Bild: Michael Kappeler/dpa-Pool/dpa
Die Staats- und Regierungschefs der G7 haben sich auf eine gemeinsame ErklĂ€rung zu geopolitischen Fragen geeinigt. - Bild: Michael Kappeler/dpa-Pool/dpa Die USA - mit PrĂ€sident Trump am Tisch - arbeiteten wieder konstruktiver mit. - Bild: Michael Kappeler/dpa-Pool/dpa Merz hat zu einem E5-Treffen nach Berlin eingeladen. - Bild: Michael Kappeler/dpa-POOL/dpa Die Erwartungen an US-PrĂ€sidenten waren beim G7-Gipfel eher gering. Aber Donald Trump bracht sich konstruktiv ein.  - Bild: Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa Friedrich Merz fand die Zusammenarbeit mit US-PrĂ€sident Trump konstruktiv und persönlich in Ordnung.  - Bild: Michael Kappeler/dpa-Pool/dpa Die Staats- und Regierungschefs der G7 haben sich auf eine gemeinsame ErklĂ€rung zu geopolitischen Fragen wie dem Krieg in der Ukraine und dem Iran-Konflikt geeinigt. - Bild: Michael Kappeler/dpa-Pool/dpa Die USA - mit PrĂ€sident Trump am Tisch - arbeiteten wieder mehr miteinander.  - Bild: Michael Kappeler/dpa-Pool/dpa FĂŒr Bundeskanzler Merz hat der G7-Gipfel echte Fortschritte gebracht.  - Bild: Michael Kappeler/dpa-POOL/dpa Bundeskanzler Friedrich Merz will bei der Beilegung des Ukraine-Krieges endlich europĂ€ische Positionen einbringen. - Bild: Michael Kappeler/dpa-Pool/dpa

Die USA arbeiten im Kreis der G7-Staaten wieder konstruktiver mit. Zum Ende eines dreitĂ€gigen Gipfels lobte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) ausdrĂŒcklich die Zusammenarbeit mit US-PrĂ€sident Donald Trump - trotz der jĂŒngsten Meinungsverschiedenheiten ĂŒber den Iran-Krieg: «Wir haben sehr offen miteinander ĂŒber die Themen gesprochen. Insofern gibt es da ĂŒberhaupt keine EinschrĂ€nkungen auch des persönlichen Miteinanders.» Das gelte auch fĂŒr alle anderen Gipfelteilnehmer. 

In der Tat verstĂ€ndigten sich die Staats- und Regierungschefs im Kurort Évian am Genfersee auf zahlreiche gemeinsame Positionen zu den dringendsten politischen und wirtschaftlichen Problemen.

An den Beratungen nahmen neben Merz die Staats- und Regierungschefs von Frankreich, Großbritannien, Italien, Kanada, der USA und Japan sowie die EU-Spitzen teil. Der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj sowie fĂŒhrende Politiker aus dem Nahen Osten waren als GĂ€ste eingeladen. Wichtige Themen und Ergebnisse in einer Übersicht:

Ukraine: Macron spricht von «strategischem Erwachen»

Frankreichs PrĂ€sident Emmanuel Macron, der Gastgeber, bezeichnete den Gipfel als «Moment des strategischen Erwachens». Die USA und die anderen G7-Staaten wollen mit zusĂ€tzlichem Druck auf Russland die BemĂŒhungen um ein Ende des Ukraine-Krieges intensivieren. In einer gemeinsamen ErklĂ€rung der Staats- und Regierungschefs heißt es, man werde die Sanktionen verschĂ€rfen, auch im Öl- und Gassektor. Zudem habe man vereinbart, die Lieferung weitreichender Waffen und von LuftverteidigungskapazitĂ€ten auszuweiten. 

Iran-Deal bietet «historische Chance»

Die G7-Staaten sehen in dem Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran eine «historische Chance», die FĂŒhrung in Teheran vom Besitz von Atomwaffen abzuhalten. Der von Trump erzielte Deal, der am Freitag von beiden Kriegsparteien unterzeichnet werden soll, könne «Frieden und Sicherheit fĂŒr alle in der Region bringen», heißt es in einer ErklĂ€rung. «Wir unterstĂŒtzen die Umsetzung des Abkommens und sind bereit, dazu beizutragen.» In Bezug auf die Straße von Hormus bekrĂ€ftigten sie, dass «das Recht auf ungehinderte und gebĂŒhrenfreie Durchfahrt die Grundlage des internationalen Handels bildet».

G7 streben Obergrenze fĂŒr seltene Erden aus China an

Um die AnfĂ€lligkeit fĂŒr politischen und wirtschaftlichen Druck durch LĂ€nder wie China zu reduzieren, wollen die G7 Obergrenzen fĂŒr die Einfuhr bestimmter Rohstoffe erreichen. Ziel sei es, die AbhĂ€ngigkeit von einzelnen Lieferanten außerhalb der G7 und ihrer PartnerlĂ€nder bei seltenen Erden und Permanentmagneten bis 2030 auf unter 60 Prozent zu senken, hieß es in einer ErklĂ€rung. Auch wenn China nicht ausdrĂŒcklich erwĂ€hnt wurde: Das Land beherrscht bei vielen Rohstoffen den Weltmarkt.

 

Weltwirtschaft krisenfest machen

Die G7 wollen die Wirtschaft wieder auf einen ausgewogenen und nachhaltigen Wachstumskurs bringen. Die WiderstandsfĂ€higkeit mĂŒsse gestĂ€rkt und dauerhafte Marktverzerrungen, ÜberkapazitĂ€ten und Ungleichgewichte mĂŒssten bekĂ€mpft werden, hieß es in einer ErklĂ€rung. Das aktuelle Ungleichgewicht ist geprĂ€gt durch ein Handelsbilanzdefizit der USA, die viel ausgeben und sich stark verschulden sowie China, das viel exportiert und wenig einkauft und RekordĂŒberschĂŒsse erzielt. Europa produziert und exportiert zwar viel, sieht sich aber in der Klemme zwischen den Zöllen seines grĂ¶ĂŸten Abnehmers, den USA, sowie der chinesischen Konkurrenz.

Entwicklungshilfe reformieren

Die G7 wollen eine Reform der Entwicklungshilfe. Das bestehende System der internationalen Entwicklungszusammenarbeit mĂŒsse erneuert werden, um den BedĂŒrfnissen kĂŒnftiger Generationen und den Herausforderungen der Gegenwart gerecht zu werden, hieß es in einer ErklĂ€rung. Traditionelle Entwicklungsstrategien hĂ€tten zu wichtigen Ergebnissen gefĂŒhrt, aber beim Verringern der AbhĂ€ngigkeit von Hilfe, dem StĂ€rken der Eigenverantwortung und der Schaffung von Wachstum nur begrenzte Auswirkungen gezeigt. 

Kinderschutz im Internet

Die G7 wollen den Schutz von Kindern und Jugendlichen im Internet deutlich verbessern. Die Staaten erhöhen den Druck auf Plattformbetreiber und Anbieter von KI-Diensten. In einer ErklĂ€rung verlangen sie wirksamere Alterskontrollen, mehr Schutzmechanismen und ein konsequentes Vorgehen gegen sexuellen Missbrauch und Deepfakes. «Wir, die Staats- und Regierungschefs der G7, verpflichten uns dazu, einen sicheren digitalen Raum fĂŒr MinderjĂ€hrige (
) zu schaffen, der ihre Entwicklung, Bildung und ihr Wohlergehen fördert», heißt es.

G7 wollen Koordination im Kampf gegen Ebola-Krise

Die G7 wollen angesichts der Fußball-WM und anstehender Urlaubszeit Maßnahmen fĂŒr die EindĂ€mmung des Ebola-Ausbruchs im Kongo verstĂ€rken.
Sie setzt sich fĂŒr mehr Koordination zwischen ihren nationalen Behörden ein - unter Wahrung nationaler ZustĂ€ndigkeiten, heißt es in der ErklĂ€rung. Man arbeite an einheitlichen Reise-, QuarantĂ€ne- und Isolationsverfahren fĂŒr Menschen, die sich in den betroffenen Regionen aufgehalten hĂ€tten.

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