US-Vermittler, Hamas-Antwort

US-Vermittler weist Hamas-Antwort auf Waffenruheplan zurĂŒck

31.05.2025 - 22:42:21 | dpa.de

Die Islamisten akzeptieren den Kern eines Plans fĂŒr eine Waffenruhe im Gaza-Krieg. Mehrere Geiseln sollen freigelassen werden. Doch die Hamas stellt weitere Bedingungen.

Im Gaza-Krieg stimmt die Hamas dem Waffenruhe-Plan eines US-Vermittlers in einem wichtigen Punkt zu - an anderen Stellen macht sie Bedingungen. - Foto: Jehad Alshrafi/AP/dpa

Im Ringen um eine Waffenruhe im Gaza-Krieg haben die USA die RĂŒckmeldung der islamistischen Hamas zurĂŒckgewiesen. US-Vermittler Steve Witkoff erklĂ€rte auf der Plattform X, die Antwort der Hamas auf einen von den USA und Israel unterstĂŒtzten Plan fĂŒr eine zunĂ€chst auf 60 Tage begrenzte Waffenruhe sei «komplett inakzeptabel». Hamas mĂŒsse den aktuellen Vorschlag akzeptieren, dann seien schon nĂ€chste Woche weitere GesprĂ€che hin zu einem dauerhaften Kriegsende möglich, schrieb er weiter. 

Israel lehnte die Antwort der Hamas ebenfalls umgehend ab. Israel werde die BemĂŒhungen fortsetzen, die Geiseln zurĂŒckzubringen und Hamas zu besiegen, erklĂ€rte das BĂŒro von MinisterprĂ€sident Benjamin Netanjahu. 

Der US-Vorschlag sieht eine Freilassung von 10 Geiseln aus dem Gazastreifen sowie der sterblichen Überreste von 18 weiteren Opfern der Hamas vor. Im Gegenzug sollen palĂ€stinensische HĂ€ftlinge in Israel freikommen. Diesem Kern des Vorschlags will die Hamas zustimmen, wie sie ĂŒber ihren Telegram-Kanal mitteilte. Gleichzeitig stellen die Islamisten aber weitere Bedingungen.

So fordern die Islamisten eine zeitlich lĂ€nger gestreckte Taktung der Geiselfreilassungen, als sie in dem Dokument des US-Vermittlers vorgesehen ist, wie die Nachrichtenagentur dpa aus Hamas-Kreisen erfuhr. Auch wollen sie demnach, dass sich Israels MilitĂ€r nach Inkrafttreten der Waffenruhe in einem umfassenderen Ausmaß aus dem Gazastreifen zurĂŒckzieht. 

Zeitlich begrenzte Waffenruhe als Schritt Richtung Kriegsende?

GemĂ€ĂŸ dem Witkoff-Plan sollen die beiden Seiten wĂ€hrend der 60-tĂ€gigen Waffenruhe ĂŒber die Freilassung der restlichen Geiseln im Gegenzug fĂŒr eine Beendigung des Krieges verhandeln. Eine Garantie fĂŒr die endgĂŒltige Einstellung der Kampfhandlungen gibt es dabei nicht - das war aber bisher eine zentrale Forderung der Hamas. Offenbar hĂ€lt die Terrororganisation daran fest. Es brauche «Garantien gegen die Wiederaufnahme der Aggression», hieß es. 

Israel lehnt eine Waffenruhe, in deren Zuge alle Geiseln freikommen und der Krieg ein Ende findet, strikt ab. Kritiker werfen ihr vor, den Krieg aus innenpolitischen GrĂŒnden unbegrenzt weiterfĂŒhren zu wollen. 

Israel geht davon aus, dass sich derzeit noch 20 bis 23 lebende Geiseln sowie mindestens 35 Leichen von Verschleppten in der Gewalt der Hamas befinden.

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