Internationale, ErklÀrung

Internationale ErklÀrung: Syrien soll autonom Regierung bilden

16.12.2024 - 17:22:07 | dts-nachrichtenagentur.de

Die Teilnehmer einer internationalen Ministerkonferenz zu Syrien in Akaba haben die SelbststÀndigkeit des Landes nach dem Assad-Sturz bekrÀftigt.

Syrer in Deutschland feiern den Sturz von Assad in Syrien (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Man sei "davon ĂŒberzeugt, dass der politische Übergangsprozess unter syrischer FĂŒhrung und Eigenverantwortung erfolgen muss", hieß es in einer ErklĂ€rung, die unter anderem von Deutschland unterzeichnet und am Montagnachmittag vom AuswĂ€rtigen Amt verbreitet wurde. Hierbei mĂŒsse "in einem transparenten Verfahren auf Basis der in der Resolution 2254 des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen enthaltenen GrundsĂ€tze eine alle einbeziehende, keine einzelne Gruppe bevorzugende und reprĂ€sentative Regierung gebildet werden", hieß es. Man ersuche gleichzeitig UN-GeneralsekretĂ€r Antonio Guterres, "die PrĂ€senz der VN vor Ort zu verstĂ€rken" und bekrĂ€ftigte die "uneingeschrĂ€nkte UnterstĂŒtzung fĂŒr die Einheit, territoriale Unversehrtheit und SouverĂ€nitĂ€t Syriens". Aber auch die Achtung der Menschenrechte, einschließlich der Rechte von Frauen und Minderheiten und die Erhaltung staatlicher Institutionen, "die den Interessen der syrischen Bevölkerung dienen und wesentliche öffentliche Dienstleistungen bereitstellen", mĂŒsse gewĂ€hrleistet sein. Gleichzeitig mĂŒsse Syrien friedlich mit seinen Nachbarn zusammenleben und humanitĂ€ren Helfern "uneingeschrĂ€nkten Zugang" gewĂ€hren. Binnenvertriebene und RĂŒckkehrende mĂŒssten sich frei bewegen können, auslĂ€ndische diplomatische Einrichtungen geschĂŒtzt und alle BestĂ€nde an chemischen Waffen sicher zerstört werden. Auch der Zugang zu GefĂ€ngnissen und Hafteinrichtungen des Regimes, um "die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen" und das Schicksal verschwundener Syrer sowie von auslĂ€ndischen Staatsangehörigen zu klĂ€ren, mĂŒsse möglich sein, hoben die Konferenzteilnehmer hervor. Die nun folgende Phase werde "den PrĂŒfstein fĂŒr die Einhaltung der oben genannten GrundsĂ€tze" bilden, hieß es.

Die Einhaltung der genannten GrundsĂ€tze habe einen "wesentlichen Stellenwert" bei der Festlegung ihres weiteren Vorgehens, schreiben die Staaten in der ErklĂ€rung. Überdies sei die "BekĂ€mpfung von Terrorismus und Extremismus einschließlich der Verhinderung des Wiederaufstiegs jeglicher Terrorgruppen" von großer Bedeutung. Von syrischem Hoheitsgebiet dĂŒrfe "keine Bedrohung irgendeines Landes ausgehen" und es dĂŒrfe "kein RĂŒckzugsort fĂŒr Terroristen sein". Der Wortlaut der ErklĂ€rung wurde von den Regierungen der Arabischen Kontaktgruppe zu Syrien sowie Bahrains, Frankreichs, Deutschlands, Katars, der TĂŒrkei, der Vereinigten Arabischen Emirate, des Vereinigten Königreichs, der USA, von der EuropĂ€ischen Union und vom Sondergesandten der Vereinten Nationen fĂŒr Syrien am Rande der Ministerkonferenz zu Syrien der Gemeinsamen Kontaktgruppe in Akaba veröffentlicht.

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