USA, Börsenbericht

US-Börsen nach Zinsentscheid uneinheitlich - Goldpreis fÀllt

29.04.2026 - 22:19:56 | dts-nachrichtenagentur.de

Die US-Börsen haben sich am Mittwoch uneinheitlich gezeigt.

Wallstreet - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Wallstreet - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Zu Handelsende in New York wurde der Dow mit 48.862 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 0,6 Prozent im Vergleich zum vorherigen Handelstag.

Wenige Minuten zuvor war der breiter gefasste S&P 500 mit rund 7.136 Punkten wenige Punkte im Minus, die Technologiebörse Nasdaq berechnete den Nasdaq 100 zu diesem Zeitpunkt mit rund 27.187 Punkten 0,6 Prozent im Plus.

Die US-Zentralbank Federal Reserve hat bei ihrer Sitzung am Mittwoch den Leitzins unverĂ€ndert gelassen. So gespalten wie bei dieser Entscheidung waren die Mitglieder des Offenmarktausschusses zuletzt 1992. Bei der PrĂŒfung des Umfangs und des Zeitpunkts weiterer Anpassungen werde der Ausschuss die eingehenden Daten, die sich abzeichnenden Aussichten und die Risikobilanz sorgfĂ€ltig bewerten, heißt es in der ErklĂ€rung der Ausschussmehrheit. Drei Mitglieder stießen sich an der Formulierung, weil sie eine Tendenz zur Lockerung enthalte. Hintergrund ist das gestiegene Inflationsrisiko durch die Ölkrise. Einem Notenbanker ging es hingegen mit der Lockerung nicht schnell genug, er plĂ€dierte fĂŒr eine Leitzinssenkung.

Derweil billigte der zustĂ€ndige Senatsausschuss den Kandidaten von US-PrĂ€sident Donald Tump fĂŒr die Nachfolge von Jerome Powell als Chef der Zentralbank. Damit ist nur noch die Zustimmung des Plenums des Senats nötig, damit Kevin Warsh Mitte Mai neuer Fed-Chef werden kann.

Powell erklĂ€rte am Abend, dass er als Gouverneur im Vorstand der Notenbank bleiben wolle. Er sehe keine andere Wahl, als angesichts einer Reihe von rechtlichen Angriffen auf die Federal Reserve im Amt zu bleiben. "Diese rechtlichen Schritte der Regierung sind in unserer 113-jĂ€hrigen Geschichte beispiellos", sagte Powell. "Ich befĂŒrchte, dass diese Angriffe die Institution erschĂŒttern und das gefĂ€hrden, was fĂŒr die Öffentlichkeit wirklich zĂ€hlt, nĂ€mlich die FĂ€higkeit, Geldpolitik zu betreiben, ohne politische Faktoren zu berĂŒcksichtigen."

Der Ölpreis stieg unterdessen stark: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Mittwochabend gegen 22 Uhr deutscher Zeit 119,80 US-Dollar, das waren 7,6 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags. Hintergrund sind Berichte, wonach US-PrĂ€sident Donald Trump eine VerlĂ€ngerung der Iran-Blockade um mehrere Monate fĂŒr möglich hĂ€lt.

Die europĂ€ische GemeinschaftswĂ€hrung war am Mittwochabend schwĂ€cher: Ein Euro kostete 1,1677 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend fĂŒr 0,8564 Euro zu haben.

Der Goldpreis ließ deutlich nach, am Abend wurden fĂŒr eine Feinunze 4.546 US-Dollar gezahlt (-1,1 Prozent). Das entspricht einem Preis von 125,17 Euro pro Gramm.

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