Europa, Luftverkehr

EU-Staaten wollen mit Aufbau von «Drohnenwall» beginnen

Veröffentlicht am: 26.09.2025 um 16:46 Uhr | dpa.de

Drohnen in DĂ€nemark und der Ostflanke alarmieren die EU. Jetzt soll ein Hightech-Schutzschild entstehen. LĂ€sst sich von der Ukraine lernen?

  • Treibt das Projekt fĂŒr einen Drohnenwall voran: EU-Verteidigungskommissar Andrius Kubilius. (Archivbild) - Bild: Radek Pietruszka/PAP/dpa
    Treibt das Projekt fĂŒr einen Drohnenwall voran: EU-Verteidigungskommissar Andrius Kubilius. (Archivbild) - Bild: Radek Pietruszka/PAP/dpa
  • Die Drohnenabwehr ist derzeit eines der Topthemen in der EU. (Archivbild) - Bild: -/Israel Aerospace Industries/dpa
    Die Drohnenabwehr ist derzeit eines der Topthemen in der EU. (Archivbild) - Bild: -/Israel Aerospace Industries/dpa
Treibt das Projekt fĂŒr einen Drohnenwall voran: EU-Verteidigungskommissar Andrius Kubilius. (Archivbild) - Bild: Radek Pietruszka/PAP/dpa Die Drohnenabwehr ist derzeit eines der Topthemen in der EU. (Archivbild) - Bild: -/Israel Aerospace Industries/dpa

Die Planungen fĂŒr den Aufbau eines umfassenden Drohnenabwehrsystems an der Ostflanke der EU gewinnen nach den jĂŒngsten mysteriösen Ereignissen in DĂ€nemark an Fahrt. Wie EU-Verteidigungsindustriekommissar Andrius Kubilius mitteilte, wurde bei einer Videokonferenz mit Verteidigungsministern vereinbart, mit der Umsetzung des Konzepts zu beginnen. Demnach soll vorrangig ein «Drohnenwall» errichtet werden, der mit fortschrittlichen FĂ€higkeiten das Erkennen, Verfolgen und Abfangen von unbemannten Flugkörpern ermöglicht.

Kubilius sagte, er werde sich nun beim EU-Gipfel im Oktober noch den politischen RĂŒckhalt der Staats- und Regierungschefs sichern. Im Anschluss werde man dann gemeinsam mit nationalen Expertinnen und Experten eine detaillierte technische Roadmap festlegen und Europas Verteidigungsindustrie mobilisieren. FĂŒr die Finanzierung sollten auch EU-Instrumente genutzt werden. «Der Schutzschild fĂŒr die Ostflanke (Eastern Flank Watch) mit dem Drohnenwall als KernstĂŒck wird ganz Europa zugutekommen», betonte Kubilius. In einem Interview der Website Euractiv hatte er zuletzt gesagt, der Wall könne innerhalb eines Jahres aufgebaut sein.

An der Videokonferenz nahmen nach Angaben des EU-Kommissars Verteidigungsminister der EU-Frontstaaten Bulgarien, Estland, Finnland, Lettland, Litauen, Polen und RumĂ€nien teil. Mit dabei waren zudem auch die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas sowie Vertreter Ungarns, der Slowakei, der dĂ€nischen EU-RatsprĂ€sidentschaft und der Nato. In einer separaten Schalte unterrichtete der ukrainische Verteidigungsminister Denys Schmyhal die EU-Runde ĂŒber die ukrainischen Erfahrungen bei der Abwehr russischer Drohnen.

An dem Konzept fĂŒr eine deutlich effektivere Drohnenabwehr an der EU-Ostflanke wird bereits seit Monaten gearbeitet. Wie notwendig es ist, zeigte aus Sicht der Planer zuletzt vor allem das massive Eindringen russischer Drohnen in den Luftraum Polens vor zweieinhalb Wochen. Als weiterer Beleg werden auch die Ereignisse in DĂ€nemark gewertet, wo bislang nicht identifizierte Drohnen stundenlang FlughĂ€fen lahmlegten.

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