USA, Terrorismus

Trump: Nationalgardistin stirbt nach SchĂŒssen in Washington

28.11.2025 - 03:54:13 | dpa.de

Ein Mann schießt auf zwei Nationalgardisten und verletzt sie lebensgefĂ€hrlich. Einen Tag spĂ€ter stirbt die Frau - der Mann kĂ€mpft weiter um sein Leben.

  • Eine Nationalgardistin ist laut US-PrĂ€sident Donald Trump ihren Verletzungen erlegen. - Foto: Alex Brandon/AP/dpa
    Eine Nationalgardistin ist laut US-PrÀsident Donald Trump ihren Verletzungen erlegen. - Foto: Alex Brandon/AP/dpa
  • Trump kritisiert die Einwanderungspolitik massiv.  - Foto: Mark Schiefelbein/AP/dpa
    Trump kritisiert die Einwanderungspolitik massiv. - Foto: Mark Schiefelbein/AP/dpa
  • Der 29-jĂ€hrige TatverdĂ€chtige soll in Afghanistan mit einer Partnerorganisation des US-MilitĂ€rs zusammengearbeitet haben.  - Foto: Franziska Spiecker/dpa
    Der 29-jÀhrige TatverdÀchtige soll in Afghanistan mit einer Partnerorganisation des US-MilitÀrs zusammengearbeitet haben. - Foto: Franziska Spiecker/dpa
Eine Nationalgardistin ist laut US-PrÀsident Donald Trump ihren Verletzungen erlegen. - Foto: Alex Brandon/AP/dpa Trump kritisiert die Einwanderungspolitik massiv.  - Foto: Mark Schiefelbein/AP/dpa Der 29-jÀhrige TatverdÀchtige soll in Afghanistan mit einer Partnerorganisation des US-MilitÀrs zusammengearbeitet haben.  - Foto: Franziska Spiecker/dpa

Eine der beiden in der US-Hauptstadt Washington angeschossenen Nationalgardisten ist nach Angaben von US-PrÀsident Donald Trump gestorben. Bei einem abendlichen GesprÀch mit online zugeschalteten Angehörigen des US-MilitÀrs sagte der Republikaner, dass die Frau ihren schweren Verletzungen erlegen sei. Der Mann kÀmpfe weiter um sein Leben, sagte Trump. «Er befindet sich in sehr schlechtem Zustand.»

Am Mittwoch hatte der 29 Jahre alte mutmaßliche TĂ€ter in der NĂ€he der U-Bahnhaltestelle Farragut West, nur wenige HĂ€userblöcke vom Weißen Haus entfernt, auf die beiden Nationalgardisten gefeuert und sie lebensgefĂ€hrlich verletzt. Der VerdĂ€chtige - ein Afghane - wurde ĂŒberwĂ€ltigt und ist in Gewahrsam. Trump hatte den Angriff als «Akt des Terrors» und den TatverdĂ€chtigen als «Monster» bezeichnet. 

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft handelte es sich bei den Nationalgardisten um eine 20 Jahre alte Frau und einen 24-JÀhrigen aus dem US-Bundesstaat West Virginia. Der Vorfall hatte das Land am Vorabend des amerikanischen Erntedankfestes Thanksgiving schockiert. 

VerdĂ€chtiger war fĂŒr Partnerorganisation des US-MilitĂ€rs tĂ€tig

Der mutmaßliche TĂ€ter reiste US-Medienberichten zufolge 2021 in die USA ein, bekam aber erst 2025 nach Trumps Amtsantritt Asyl gewĂ€hrt. CIA-Direktor John Ratcliffe sagte «Fox News Digital», dass der Mann in Kandahar fĂŒr dortige Partnerorganisationen des US-MilitĂ€rs tĂ€tig gewesen sei und dabei auch fĂŒr die US-Regierung und die CIA gearbeitet habe.

Trump sagte am Donnerstagabend, der 29-JĂ€hrige sei ungeprĂŒft in die USA gelangt. Dem stehen Medienberichte gegenĂŒber, nach denen weder bei ÜberprĂŒfungen durch den US-Auslandsgeheimdienst CIA im Jahr 2011 noch bei seiner Einreise in die Vereinigten Staaten zehn Jahre spĂ€ter Verbindungen zwischen dem Afghanen und Terrororganisationen festgestellt worden seien. 

Der Sender CNN und eine Reporterin von Fox News zitierten eine mit der Angelegenheit vertraute Person, die sagte: «Er war bei allen Kontrollen unauffÀllig.» Auf den Hinweis einer Journalistin, dass das ihm nahestehende Justizministerium erst Stunden zuvor klargemacht habe, dass der Mann vom Heimatschutzministerium und der Bundespolizei unter die Lupe genommen worden sei, beleidigte Trump die Reporterin.

Trump kritisiert Einwanderungspolitik

Trump kritisierte die Einwanderungspolitik seines Landes. «Wir haben eine Menge Probleme mit Afghanen, weil so viele von ihnen hier herkommen», sagte er. Viele von ihnen kÀmen unkontrolliert ins Land und seien kriminell. Beweise lieferte er nicht.

Nur wenige Stunden nach den SchĂŒssen auf die Nationalgardisten hatte die Einwanderungsbehörde USCIS bekanntgegeben, die Bearbeitung sĂ€mtlicher EinwanderungsantrĂ€ge afghanischer Staatsangehöriger bis auf weiteres auszusetzen. Zudem kĂŒndigte Trump ÜberprĂŒfungen aller Menschen aus Afghanistan an, die unter seinem demokratischen AmtsvorgĂ€nger Joe Biden in die USA gekommen waren. 

Die US-Organisation AfghanEvac, die sich fĂŒr Afghanen einsetzt, hatte davor gewarnt, den Angriff politisch zu instrumentalisieren. Die isolierte Tat eines Einzelnen dĂŒrfe nicht als Vorwand dienen, eine ganze Gemeinschaft zu diskreditieren, hieß es in einer Mitteilung.

Auch Green Cards kommen auf den PrĂŒfstand

Am Donnerstagnachmittag kĂŒndigte unterdessen USCIS-Leiter Joseph Edlow auf Trumps Weisung eine «grĂŒndliche und umfassende ÜberprĂŒfung aller Green Cards aller AuslĂ€nder aus allen problematischen LĂ€ndern» an. Eine «Green Card» erlaubt es auslĂ€ndischen Staatsangehörigen, sich dauerhaft in den USA aufzuhalten und zu arbeiten. 

Auf CNN-Nachfrage teilte die Behörde mit, es handle sich um 19 LÀnder, die bereits in einem PrÀsidentenerlass aufgelistet gewesen seien, darunter Afghanistan, Iran, Libyen, Somalia, Sudan, Jemen, Burundi, Kuba und Venezuela.

Justizministerin fordert Todesstrafe fĂŒr Angreifer

Vor Bekanntwerden des Todes der Nationalgardistin hatte die amtierende StaatsanwĂ€ltin fĂŒr die US-Hauptstadt, Jeanine Pirro, gesagt, sollte einer der beiden Nationalgardisten sterben, wolle sie den TatverdĂ€chtigen wegen Mordes anklagen. Justizministerin Pam Bondi kĂŒndigte im US-Sender Fox News an, in diesem Fall die Todesstrafe fĂŒr den Mann anzustreben.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft lebte der TatverdĂ€chtige mit seiner Frau und mutmaßlich fĂŒnf Kindern in Bellington im US-Bundesstaat Washington. Bei der Tat habe er einen Revolver benutzt. 

Trump will an Beisetzung teilnehmen

Trump hatte in Reaktion auf die SchĂŒsse zudem die Entsendung von rund 500 weiteren Soldatinnen und Soldaten der Nationalgarde in die Hauptstadt angeordnet. Seit dem Sommer sind mehr als 2.000 Nationalgardisten in der Stadt unterwegs. Trump hatte sie im August dorthin beordert und den Einsatz mit angeblich ausufernder KriminalitĂ€t begrĂŒndet. Diese Darstellung ist heftig umstritten - Statistiken stĂŒtzen sie nicht.

Der US-PrĂ€sident sprach noch am Abend mit der Familie der Getöteten und kĂŒndigte an, er wolle an der Beisetzung teilnehmen.

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