«AuslĂ€nder raus»-Gesang und NS-GruĂ: Urteil in Ăsterreich
13.11.2024 - 16:09:41 | dpa.de
In Ăsterreich ist ein junger Mann verurteilt worden, weil er den HitlergruĂ gezeigt und eine rassistische Version des Hits «L'Amour toujours» gesungen hatte. Das Landgericht in Wels befand den 25-JĂ€hrigen wegen des VerstoĂes gegen das NS-Verbotsgesetz schuldig und verhĂ€ngte eine viermonatige BewĂ€hrungsstrafe.
Zeuginnen sagten im Prozess aus, dass der Mann und zwei weitere Angeklagte in einer Nacht im vergangenen Juli in Bad Ischl «AuslĂ€nder raus» zur Melodie des Lieds von Gigi DâAgostino gesungen hĂ€tten, «Sieg Heil» gerufen und den Arm wie zum HitlergruĂ gehoben hĂ€tten.
Der 25-JĂ€hrige und ein 19 Jahre alter Mitangeklagter gestanden den Vorfall. Der JĂŒngere wurde nicht verurteilt. Stattdessen muss er an einer FĂŒhrung im ehemaligen Konzentrationslager Mauthausen teilnehmen, ordnete die Richterin an. Auch der 25-JĂ€hrige muss das KZ als Teil seiner Verurteilung besuchen. Eine ebenfalls angeklagte Jugendliche wurde freigesprochen. Die 16-JĂ€hrige hatte rechtsextreme Parolen oder Gesten bestritten.
Vorfall in EuropÀischer Kulturhauptstadt Bad Ischl
Bad Ischl, eine Ort östlich von Salzburg, ist dieses Jahr eine der drei EuropĂ€ischen KulturhauptstĂ€dte. Die Stadt legt den Fokus dabei unter anderem auf Erinnerungskultur.Â
Seit Mai sind in Deutschland und Ăsterreich FĂ€lle an mehreren Orten bekanntgeworden, in denen rassistische Parolen zu «L'Amour toujours» gegrölt wurde. Der bekannteste Vorfall ereignete sich zu Pfingsten auf Sylt.
