USA, Wahl

Musk hilft bei Kongresswahl wieder Trumps Republikanern

Veröffentlicht am: 30.07.2026 um 03:23 Uhr | dpa.de

Elon Musk half Donald Trump, wieder US-PrĂ€sident zu werden. Dann zog er sich im Streit aus Washington zurĂŒck. Doch zur Kongresswahl will der Tech-MilliardĂ€r wieder den Geldbeutel öffnen.

Im PrĂ€sidentenwahlkampf 2024 sprang Elon Musk (r) auf einer BĂŒhne mit dem damaligen PrĂ€sidentschafts-Kandidaten Donald Trump herum. (Archivbild) - Bild: Evan Vucci/AP/dpa
Im PrĂ€sidentenwahlkampf 2024 sprang Elon Musk (r) auf einer BĂŒhne mit dem damaligen PrĂ€sidentschafts-Kandidaten Donald Trump herum. (Archivbild) - Bild: Evan Vucci/AP/dpa

Tech-MilliardĂ€r Elon Musk will trotz eines zwischenzeitlichen ZerwĂŒrfnisses mit US-PrĂ€sident Donald Trump bei der anstehenden Parlamentswahl wieder in großem Stil dessen Republikanische Partei unterstĂŒtzen. Die von Musk gebildete Organisation America PAC werde sich im Wahlkampf unter anderem auf Werbung fokussieren, berichtete die Website «Axios» unter Berufung auf informierte Personen. Der ranghohe Trump-Berater James Blair sagte «Axios», die RĂŒckkehr von America PAC werde den Republikanern einen «enormen Schub geben».

Musk hatte im PrĂ€sidentschaftswahlkampf 2024 mehr als 250 Millionen Dollar an Trump gespendet. Das brachte ihm zum Beginn von Trumps zweiter Amtszeit im Weißen Haus die Rolle eines engen Vertrauten ein. Er war oft an der Seite des PrĂ€sidenten zu sehen und wurde mit der KĂŒrzung der Ausgaben des Staatsapparats betraut. Musk und seiner Mitstreiter im KĂŒrzungs-Gremium DOGE gingen dabei zum Teil Ă€ußerst rabiat vor. So wurde die Entwicklungshilfe «in den HolzhĂ€cksler geworfen», wie er das formulierte. Es folgten Proteste, die auch auf das GeschĂ€ft des von Musk gefĂŒhrten Elektroauto-Herstellers Tesla durchschlugen.

Streit und Versöhnung

Zur Jahresmitte 2025 folgte der Bruch zwischen Musk und Trump nach einem Streit um ein vom PrÀsidenten vorangetriebenes Steuergesetz. Musk behauptete danach öffentlich, ohne seine Hilfe wÀre Trump gar nicht wiedergewÀhlt worden. Trump sagte, der MilliardÀr sei nur verÀrgert, weil er Elektroauto-Subventionen gestrichen habe. SpÀter versöhnten sich Trump und Musk zwar, aber das VerhÀltnis blieb distanziert.

Wichtige Wahl fĂŒr Trump

Die Abstimmung Anfang November, bei der das gesamte ReprĂ€sentantenhaus und rund ein Drittel des Senats zur Wahl stehen, wird die HandlungsfĂ€higkeit Trumps im Rest seiner Amtszeit stark beeinflussen. Aktuell halten seine Republikaner die Mehrheit in beiden Parlamentskammern. Sollten die Demokraten ihnen auch nur eine davon abnehmen, können sie Gesetzesvorhaben der Trump-Regierung blockieren und sie mit Ermittlungen in AusschĂŒssen unter die Lupe nehmen.

Blair lobte bei «Axios», dass Musks America PAC bei der PrĂ€sidentenwahl 2024 ein «essenzieller Partner» gewesen sei, um WĂ€hler zu mobilisieren. Die Organisation hatte sich damals insbesondere auf die sogenannten «Swing States» konzentriert, die zwischen Republikanern und Demokraten umkĂ€mpft sind - und meist letztlich den Ausgang einer PrĂ€sidentenwahl entscheiden. Aktuelle Umfragewerte fĂŒr mehrere Kandidaten der Republikaner in umkĂ€mpften Wahlbezirken sehen nicht gut aus. Experten bringen das unter anderem mit der Unzufriedenheit ĂŒber Trump und die wegen des Iran-Kriegs gestiegenen Benzinpreise in Verbindung.

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