Explodiertes Munitionslager: 27 Tote bei Kiew
Veröffentlicht am: 29.08.2026 um 11:41 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Bei einem russischen Drohnenschlag auf ein Munitionslager sind unweit der ukrainischen Hauptstadt Kiew mindestens 27 Menschen getötet worden. «Es gibt erhebliche SchÀden an der umliegenden Infrastruktur: WohnhÀuser sowie ein Senioren- und Behindertenheim wurden beschÀdigt», schrieb PrÀsident Wolodymyr Selenskyj bei Telegram. Zudem seien Dutzende Menschen bei dem Angriff am Freitagabend, um kurz nach 20.00 Uhr Ortszeit (19.00 Uhr MESZ), verletzt worden.
Einer der Toten ist demnach der Vorsteher der Gemeinde Dmytriwka, Taras Didytsch, der sofort zum UnglĂŒcksort geeilt sei. Mehr als 300 RettungskrĂ€fte seien im Einsatz. Im Umkreis um den Ort wurden Selenskyj zufolge fast 400 Menschen evakuiert.Â
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurde bei dem Angriff ein UnternehmensgelÀnde getroffen. Selenskyj nannte keine Details, schrieb aber: «Es gibt Vorschriften: Munition darf es nicht neben HÀusern und anderen WohngebÀuden geben.» Er verwies auf eingeleitete Strafverfahren.
Haupttrasse nach Westen komplett gesperrt
Bereits in der Nacht hatte die Staatsanwaltschaft ĂŒber eingeleitete Ermittlungen wegen «dienstlicher FahrlĂ€ssigkeit» und einen russischen Drohnenschlag informiert. Nach russischen Angaben war ein Munitionslager das Ziel des Angriffs.
Die Hauptverbindungsstrecke von Kiew Richtung Westen musste in der Folge auf einem mehrere Kilometer langen Abschnitt fĂŒr die Lösch- und Rettungsarbeiten komplett gesperrt werden. In sozialen Netzwerken zeigen Videos ein Feuer und Explosionen in der AbenddĂ€mmerung.
Regierungschef Serhij Korezkyj verwies auf einen Ă€hnlichen Vorfall Anfang Juli am sĂŒdwestlichen Stadtrand von Kiew. «Im fĂŒnften Kriegsjahr werden ein und dieselben Fehler begangen - das ist kriminelle FahrlĂ€ssigkeit», schrieb er auf Telegram. Nach offiziellen Angaben starben im Juli mindestens neun Menschen.
Die Ukraine wehrt sich seit ĂŒber viereinhalb Jahren gegen die russische Invasion.
