Friedensnobelpreis, Navanethem Pillay

Friedensnobelpreis für Navi Pillay: UN sehen starkes Signal für Menschenrechte

Veröffentlicht am: 09.10.2026 um 11:47 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Die Vereinten Nationen werten die Auszeichnung der südafrikanischen Juristin Navanethem Pillay mit dem Friedensnobelpreis als starkes Signal für den weltweiten Schutz der Menschenrechte. Pillay war unter anderem UN-Hochkommissarin für Menschenrechte und leitete eine Untersuchungskommission zu den besetzten palästinensischen Gebieten.

Die UN sehen durch die Verleihung des Friedensnobelpreises an Navanethem Pillay den Kampf für die Menschenrechte gestärkt. (Archivbild) - Bild: Sebastian Scheiner/AP/dpa
Die UN sehen durch die Verleihung des Friedensnobelpreises an Navanethem Pillay den Kampf für die Menschenrechte gestärkt. (Archivbild) - Bild: Sebastian Scheiner/AP/dpa

Die Verleihung des Friedensnobelpreises an die südafrikanische Juristin Navanethem Pillay ist nach Ansicht der Vereinten Nationen ein starkes Signal im Kampf für Menschenrechte.

UN würdigen Einsatz für Menschenrechte

Die Auszeichnung unterstreiche „die Notwendigkeit und den Wert der Menschenrechte - heute mehr denn je“, sagte eine Sprecherin des UN-Hochkommissars für Menschenrechte in Genf. Die Vereinten Nationen reagierten damit mit Freude und Hoffnung auf die Entscheidung.

Hoffnung auf neue Ermutigung

Die Preisverleihung könne andere Menschen dazu ermutigen und weiterhin dazu inspirieren, sich weltweit für den Schutz und die Förderung der Menschenrechte aller einzusetzen, sagte die Sprecherin weiter.

Pillay mit internationaler Erfahrung

Pillay war unter anderem am Internationalen Strafgerichtshof tätig. Von 2008 bis 2014 amtierte sie als Hochkommissarin der Vereinten Nationen für Menschenrechte.

Leitung einer UN-Untersuchungskommission

Von 2021 bis 2025 leitete Pillay die Unabhängige internationale Untersuchungskommission der UN zu den besetzten palästinensischen Gebieten.

Ein Preis im Zeichen universeller Rechte

Die Auszeichnung rückt den Schutz der Menschenrechte in den Mittelpunkt einer internationalen Debatte, in der bewaffnete Konflikte, politische Repression und die Einschränkung rechtsstaatlicher Verfahren eine zentrale Rolle spielen. Pillays beruflicher Weg verbindet nationale Justiz, internationale Strafverfolgung und die Arbeit der Vereinten Nationen.

Erfahrung in internationalen Verfahren

Ihre Tätigkeit am Internationalen Strafgerichtshof steht für den Versuch, schwere Verbrechen nicht allein politisch, sondern auch juristisch zu bewerten. Als UN-Hochkommissarin für Menschenrechte gehörte es zu ihren Aufgaben, Verletzungen grundlegender Rechte öffentlich zu benennen und den Dialog mit Staaten und internationalen Organisationen zu führen.

Bedeutung für die UN

Für die Vereinten Nationen ist der Preis deshalb mehr als eine persönliche Ehrung. Er stärkt die Sichtbarkeit menschenrechtlicher Kontroll- und Untersuchungsarbeit und kann Organisationen sowie Einzelpersonen ermutigen, auch unter schwierigen politischen Bedingungen Beweise zu sichern, Betroffene zu unterstützen und Rechenschaft einzufordern. Zugleich bleibt die Wirkung solcher Auszeichnungen davon abhängig, ob Regierungen Empfehlungen umsetzen und internationale Institutionen ihre Verfahren durchsetzen können.

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