G20-Gipfel in Miami: USA laden Putin für Dezember ein
Veröffentlicht am: 23.09.2026 um 17:50 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWSDie USA haben Russlands Präsidenten Wladimir Putin zum G20-Gipfel nach Miami eingeladen, der im Dezember stattfinden soll. US-Außenminister Marco Rubio sagte dies am Mittwoch am Rand der UN-Vollversammlung in New York nach einem Treffen mit seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow.
Washington hofft auf Putins Teilnahme
Die US-Regierung hoffe, dass Putin die Einladung annehme, sagte Rubio. Der Gipfel biete die Möglichkeit für ein direktes Gespräch mit US-Präsident Donald Trump.
Letzte persönliche G20-Teilnahme 2019
Putin war zuletzt 2019 beim G20-Treffen in Osaka persönlich anwesend. Zum Gipfel 2021 in Rom war er eingeladen, reiste aber nicht an und nahm stattdessen per Video teil.
Die Einladung fällt in eine Phase, in der Washington und Moskau ihre direkten Kontakte auf mehreren Ebenen aufrechterhalten. Das Treffen von Marco Rubio und Sergej Lawrow am Rand der UN-Vollversammlung gibt der Ankündigung einen diplomatischen Rahmen: Die USA verbinden den geplanten G20-Termin mit der Möglichkeit eines persönlichen Gesprächs zwischen Donald Trump und Wladimir Putin.
Der G20-Gipfel ist dafür politisch besonders geeignet, weil dort die führenden Industrie- und Schwellenländer zusammenkommen und Russland weiterhin zum Kreis der eingeladenen Staaten gehört. Ein persönliches Erscheinen Putins hätte deshalb eine größere internationale Sichtbarkeit als ein bilaterales Treffen außerhalb des Gipfels. Zugleich wäre seine Teilnahme nicht gleichbedeutend mit einer Annäherung in einzelnen Konflikten oder mit verbindlichen Ergebnissen.
Miami als diplomatische Bühne
Putins letzte persönliche Teilnahme an einem G20-Treffen liegt nach Angaben der dts-Meldung sieben Jahre zurück: 2019 war er in Osaka dabei. 2021 nahm Russland die Einladung zum Gipfel in Rom zwar an, Putin reiste jedoch nicht nach Italien und schaltete sich per Video zu. Der geplante Dezember-Gipfel in Miami könnte damit erstmals seit langer Zeit wieder ein direktes Zusammentreffen des russischen Präsidenten mit dem US-Präsidenten auf einem G20-Gipfel ermöglichen.
Für die weitere Entwicklung kommt es vor allem darauf an, ob Putin die Einladung annimmt und welche politischen Ziele Washington mit dem Gespräch verbindet. Der G20-Rahmen würde zugleich zahlreiche andere Regierungen einbinden und die bilaterale Begegnung in ein multilaterales Format einordnen.
