USA, Iran

Trump tritt Berichten ĂŒber WaffenengpĂ€sse entgegen und droht

Veröffentlicht am: 06.08.2026 um 10:11 Uhr | dpa.de

Gibt es im US-MilitÀr als Folge des Iran-Kriegs EngpÀsse bei Waffen und Munition? US-PrÀsident Trump droht zumindest allen, die das verbreiten, jetzt lange Strafen an.

EngpĂ€sse im US-MilitĂ€r bei Waffen und Munition als Folge des Iran-Kriegs? US-PrĂ€sident Donald Trump weist diese Bericht zurĂŒck und droht allen, die das behaupten, mit langen Haftstrafen. - Bild: Mark Schiefelbein/AP/dpa
EngpĂ€sse im US-MilitĂ€r bei Waffen und Munition als Folge des Iran-Kriegs? US-PrĂ€sident Donald Trump weist diese Bericht zurĂŒck und droht allen, die das behaupten, mit langen Haftstrafen. - Bild: Mark Schiefelbein/AP/dpa

US-PrĂ€sident Donald Trump tritt Berichten ĂŒber angeblich schwindende WaffenvorrĂ€te im US-MilitĂ€r als Folge des Iran-Kriegs entgegen - und droht Menschen, die dies verbreiten, mit langen Haftstrafen. In einem Post auf seiner Plattform Truth Social schrieb er am spĂ€ten Mittwochabend: «Die USA verfĂŒgen ĂŒber gewaltige Mengen an "Munition", insbesondere bestimmter Arten». 

Zudem wĂŒrden große Mengen hergestellt und bei Bedarf in die USA geliefert. Auch ziehe die Verteidigungsindustrie in den USA derzeit die grĂ¶ĂŸte Anzahl an ProduktionsstĂ€tten und Fabriken in der Geschichte des Landes hoch. «Diejenigen, die diese verrĂ€terischen Informationen durchgestochen haben, werden gejagt», heißt es in seinem Post weiter. «Es werden langjĂ€hrige Haftstrafen gefordert werden!»

Über schwindende WaffenvorrĂ€te - allen voran bei weitreichenden Raketen vom Typ Tomahawk und Patriot-Abfangraketen, die auch die Ukraine derzeit dringend benötigt - hatten unter anderem der US-Sender CNN und die Zeitung «Washington Post» berichtet und sich dabei auf mit der Angelegenheit vertraute Quellen berufen. Mögliche EngpĂ€sse könnten den Handlungsspielraum der USA im Krieg mit dem Iran einengen, bei dem Trump der Zeitung zufolge von einem schnellen und relativ leichten Sieg ausgegangen war. 

«Washington Post»: Konfrontation zwischen Trump und Hegseth

Der «Washington Post» zufolge forderte Trump bei einem Gipfeltreffen in Camp David am vergangenen Wochenende von Verteidigungsminister Pete Hegseth ErklĂ€rungen zu den «extremen MunitionsengpĂ€ssen». Trump habe dabei Antworten verlangt, warum er offenbar darĂŒber getĂ€uscht worden sei, so die Zeitung. Hegseth habe daraufhin seinen Stellvertreter Stephen Feinberg fĂŒr die EngpĂ€sse verantwortlich gemacht - und auch dafĂŒr, dass Trump nicht umfassend ĂŒber die Lage informiert worden sei. 

Pentagonsprecher Sean Parnell wies beide Darstellungen der Zeitung zufolge aber als «erfunden» zurĂŒck. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, sagte auf Nachfrage der «Washington Post» zu der kolportierten Konfrontation zwischen Trump und Hegseth: «Das ist zu 100 Prozent Fake News.» PrĂ€sident Trump habe das «Àußerste Vertrauen» in Minister Hegseth. 

In dem CNN-Bericht, den Hegseth zurĂŒckwies, hieß es kĂŒrzlich, dass das US-MilitĂ€r seit Kriegsbeginn fast vier FĂŒnftel seines THAAD-Raketenbestands im Vergleich zum Vorkriegsbestand aufgebraucht und etwa die HĂ€lfte seiner Patriot-Abfangraketen eingesetzt habe. Terminal High Altitude Area Defense (THAAD) steht fĂŒr ein System, das Kurz- und Mittelstreckenraketen abwehren kann. Die Denkfabrik Center For Strategic & International Studies (CSIS) in Washington schĂ€tzte Stand Ende Juli, dass der USA noch bis zu knapp 830 Patriot-Abwehrraketen zur VerfĂŒgung stĂŒnden. Vor dem Krieg seien es geschĂ€tzt gut 2.300 gewesen.

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