Grönland, Donald Trump

Grönland: Trump unterzeichnet Abkommen mit DÀnemark

Veröffentlicht am: 22.09.2026 um 17:57 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWS

US-PrĂ€sident Donald Trump, DĂ€nemarks MinisterprĂ€sidentin Mette Frederiksen und Grönlands Regierungschef Jens-Frederik Nielsen haben in New York ein Sicherheitsabkommen unterzeichnet. Es sieht eine grĂ¶ĂŸere US-MilitĂ€rprĂ€senz und neue StĂŒtzpunkte auf der Arktisinsel vor.

Trump unterzeichnet Sicherheitsabkommen mit Grönland und DÀnemark
Nuuk auf Grönland (Archiv) - Bild: via dts Nachrichtenagentur

US-PrĂ€sident Donald Trump, die dĂ€nische MinisterprĂ€sidentin Mette Frederiksen und der grönlĂ€ndische Regierungschef Jens-Frederik Nielsen haben am Dienstag am Rande der UN-Vollversammlung in New York ein Sicherheitsabkommen unterzeichnet. Die Vereinbarung sieht eine grĂ¶ĂŸere US-MilitĂ€rprĂ€senz in Grönland einschließlich der Eröffnung neuer MilitĂ€rstĂŒtzpunkte vor.

Trump spricht von großer Bedeutung

Trump erklĂ€rte, das Abkommen zwischen den USA, DĂ€nemark und Grönland sei „lange in der Entstehung“ gewesen und von großer Bedeutung fĂŒr Europa und die Vereinigten Staaten. Frederiksen lobte die Vereinbarung ebenfalls und sagte, die USA seien ein verlĂ€sslicher VerbĂŒndeter.

Frederiksen betont Abschreckung

Nach Angaben der dĂ€nischen MinisterprĂ€sidentin stĂ€rkt das Abkommen die „gemeinsame Sicherheit“ und erhöht die „Abschreckungskraft“. Es solle außerdem verhindern, dass „Feinde Kontrolle oder bedeutenden Einfluss in Grönland erlangen“.

Nielsen verweist auf Rechte der Bevölkerung

Der grönlĂ€ndische Regierungschef Nielsen sagte, das Abkommen erkenne die „Rechte und Entwicklung“ der grönlĂ€ndischen Bevölkerung an. Er betonte die Bedeutung der NATO und erklĂ€rte, die Vereinbarung unterstreiche Grönlands „LoyalitĂ€t“ zur westlichen Allianz.

Das Abkommen verknĂŒpft die Sicherheitsinteressen der USA mit den ZustĂ€ndigkeiten DĂ€nemarks und den politischen Rechten Grönlands. Die Insel besitzt weitreichende Selbstverwaltung, wĂ€hrend Außen-, Verteidigungs- und Sicherheitspolitik bislang im dĂ€nischen ZustĂ€ndigkeitsbereich liegen. Mit der Unterzeichnung treten deshalb drei Akteure auf, deren Interessen eng verbunden, aber nicht deckungsgleich sind.

FĂŒr Washington ist Grönland wegen seiner Lage zwischen Nordamerika und Europa strategisch relevant. MilitĂ€rische Infrastruktur auf der Insel kann Überwachung, FrĂŒhwarnung und die Kontrolle arktischer See- und LuftrĂ€ume unterstĂŒtzen. Die Vereinbarung sieht nun eine grĂ¶ĂŸere US-MilitĂ€rprĂ€senz einschließlich neuer StĂŒtzpunkte vor und gibt der bisherigen Sicherheitskooperation damit eine zusĂ€tzliche politische und militĂ€rische Dimension.

Grönlands Rolle in der westlichen Allianz

Frederiksen stellte die gemeinsame Sicherheit und die Abschreckung in den Mittelpunkt, Nielsen verwies auf die NATO und die Rechte der grönlÀndischen Bevölkerung. Entscheidend wird daher sein, wie die erweiterten US-AktivitÀten praktisch umgesetzt werden: Dazu gehören Fragen der Standortwahl, der ZustÀndigkeiten, der Finanzierung und der Einbindung grönlÀndischer Institutionen.

FĂŒr Europa stĂ€rkt eine engere Abstimmung mit den USA grundsĂ€tzlich die transatlantische VerteidigungsfĂ€higkeit in der Arktis. Zugleich erhöht jede zusĂ€tzliche MilitĂ€rprĂ€senz den politischen Stellenwert Grönlands und macht die Beteiligung der Bevölkerung an sicherheits- und entwicklungsbezogenen Entscheidungen zu einem zentralen Bestandteil der weiteren Umsetzung.

Disclaimer...

de | ausland | 70157384 |