Österreich, USA

AnwÀltin: Mandant wird Terrorplan auf Swift-Konzert gestehen

28.04.2026 - 11:03:41 | dpa.de

Im Prozess vor dem Landesgericht Wiener Neustadt dreht sich vieles um die 2024 wegen Terrorgefahr abgesagten Taylor-Swift-Konzerte in Wien. Ein anderer Vorwurf wiegt juristisch aber deutlich schwerer.

  • Der Hauptangeklagte im Terrorprozess um die abgesagten Taylor-Swift-Konzerte in Wien will sich laut AnwĂ€ltin großteils schuldig bekennen.  - Foto: Matthias Schrader/AP/dpa
    Der Hauptangeklagte im Terrorprozess um die abgesagten Taylor-Swift-Konzerte in Wien will sich laut AnwĂ€ltin großteils schuldig bekennen. - Foto: Matthias Schrader/AP/dpa
  • Taylor Swift bei ihrer «Eras»-Tour - hier in Las Vegas. (Archivbild) - Foto: Daniel Deslover/Zuma Press/dpa
    Taylor Swift bei ihrer «Eras»-Tour - hier in Las Vegas. (Archivbild) - Foto: Daniel Deslover/Zuma Press/dpa
Der Hauptangeklagte im Terrorprozess um die abgesagten Taylor-Swift-Konzerte in Wien will sich laut AnwĂ€ltin großteils schuldig bekennen.  - Foto: Matthias Schrader/AP/dpa Taylor Swift bei ihrer «Eras»-Tour - hier in Las Vegas. (Archivbild) - Foto: Daniel Deslover/Zuma Press/dpa

Im Prozess um die wegen Terrorgefahr abgesagten Taylor-Swift-Konzerte in Wien wird sich der Hauptangeklagte in diesem Punkt schuldig bekennen. Das kĂŒndigte seine Verteidigerin in ihrem Eingangsvortrag vor dem Landesgericht Wiener Neustadt an. Ihr Mandant habe Fehler gemacht und er werde eine Strafe bekommen.

Der Staatsanwaltschaft zufolge hatte der 21-JĂ€hrige kurz vor den Swift-Konzerten im August 2024 einen Anschlag geplant. Dazu habe er eine Schrapnell-Bombe weitgehend fertiggestellt. «Er hĂ€tte die Bombe nur noch zusammenfĂŒgen mĂŒssen», sagte der Staatsanwalt. 

Ziel eines Anschlags sollen nach bisherigen Ermittlungen Fans des US-Musikstars vor dem KonzertgelĂ€nde gewesen sein. Ein Ticket fĂŒr die Konzerte habe der 21-JĂ€hrige nicht besessen - und er sei auch nicht an der Person Swift interessiert gewesen, so der Staatsanwalt. Der Österreicher mit nordmazedonischen Wurzeln hatte sich den Ermittlungen zufolge mehrfach zur Terrormiliz IS bekannt. 

Verdacht der Anstiftung zum versuchten Mord wiegt schwer

Die Anklage wirft dem 21-JÀhrigen sowie einem gleichaltrigen Mitangeklagten auch vor, mit einem weiteren Mann eine Terrorzelle gebildet zu haben. Gemeinsam habe das Trio AnschlÀge in Dubai, Istanbul und Mekka geplant. Der Komplize habe tatsÀchlich in Mekka im MÀrz 2024 einen Sicherheitsbeamten niedergestochen und mehrere andere verletzt, so die Anklage weiter. Der TatverdÀchtige sitzt in Saudi-Arabien in Haft. 

Zu diesem Anklagepunkt werde sich ihr Mandant nicht schuldig bekennen, so die Verteidigerin. «Mein Mandant hat mit dieser Geschichte, die in Mekka passiert ist, nichts zu tun.» Unter allen Anklagepunkten wiegt juristisch der Beitrag zu einem versuchten Mord als Anstifter und Motivator am schwersten. Den Angeklagten wĂŒrden in diesem Fall zwischen 10 und 20 Jahren Haft drohen.

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