USA, Iran

Medien: Trump skeptisch gegenüber Irans neuem Vorschlag

28.04.2026 - 02:47:16 | dpa.de

In den stockenden Verhandlungen mit den USA hat die Führung in Teheran einen neuen Vorstoß gemacht: Die Straße von Hormus soll geöffnet werden, die Frage des Atomprogramms vertagt werden.

US-Präsident Trump ist laut Medien mit dem neuen iranischen Vorschlag nicht zufrieden. (Archivbild)   - Foto: Alex Brandon/AP/dpa
US-Präsident Trump ist laut Medien mit dem neuen iranischen Vorschlag nicht zufrieden. (Archivbild) - Foto: Alex Brandon/AP/dpa

US-Präsident Donald Trump sieht Teherans jüngsten Vorschlag für ein Ende des Iran-Kriegs übereinstimmenden Medienberichten zufolge skeptisch. Er habe den Vorschlag zwar nicht direkt abgelehnt, aber er hege Zweifel an der Aufrichtigkeit der iranischen Führung, berichtete das «Wall Street Journal» unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Die «New York Times» berichtete ebenfalls, Trump sei mit dem Vorschlag nicht zufrieden. 

Der Entwurf sieht Medienberichten zufolge eine Öffnung der Straße von Hormus und ein Ende des Kriegs vor - über das umstrittene iranische Atomprogramm soll dann erst im Anschluss verhandelt werden. 

Straße von Hormus hat große Bedeutung für Weltwirtschaft

Der Iran blockiert weiterhin den internationalen Schiffsverkehr in der strategisch wichtigen Straße von Hormus. Die Meerenge ist unter anderem für den Transport von Öl und Gas aus den Staaten des Persischen Golfs von entscheidender Bedeutung für die Weltwirtschaft. Die USA haben ihrerseits eine Seeblockade gegen den Iran verhängt, um die Führung in Teheran von den Einnahmen aus dem Ölexport abzuschneiden. 

Aktuell gilt im Iran-Krieg eine Waffenruhe. Aber die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran über eine dauerhafte Beilegung des Konflikts sind ins Stocken geraten. Am Wochenende sagte Trump eine angekündigte Reise seiner Unterhändler nach Pakistan kurzfristig ab. Die Regierung in Islamabad vermittelt zwischen den Konfliktparteien. 

Die USA fordern vom Iran unter anderem die Herausgabe von hoch angereichertem Uran und den Verzicht auf eine Atombombe. Die Führung in Teheran dementiert Pläne zum Bau von Atomwaffen, besteht aber auf ihrem Recht auf ein ziviles Nuklearprogramm, inklusive des Rechts zur Anreicherung von Uran.

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