SolidaritÀt, PalÀstinensern

SolidaritÀt mit PalÀstinensern - Kritik an Greta Thunberg

20.10.2023 - 14:48:05 | dpa.de

In der Regel demonstriert Greta Thunberg fĂŒr den Klimaschutz. Jetzt hat die Schwedin zum Nahost-Krieg Stellung genommen - und fĂŒr Empörung gesorgt.

Greta Thunbergs Aufruf zur SolidaritĂ€t mit PalĂ€stinensern sorgt fĂŒr Empörung. - Foto: Emilie Holtet/NTB Scanpix/AP/dpa
Greta Thunbergs Aufruf zur SolidaritĂ€t mit PalĂ€stinensern sorgt fĂŒr Empörung. - Foto: Emilie Holtet/NTB Scanpix/AP/dpa

Die schwedische Umweltaktivistin Greta Thunberg hat an diesem Freitag statt zu einem Streik fĂŒrs Klima zu einem Streik fĂŒr SolidaritĂ€t mit den PalĂ€stinensern aufgerufen.

In den Online-Netzwerken X und Instagram schrieb Thunberg am Freitag: «Heute streiken wir aus SolidaritĂ€t mit PalĂ€stina und Gaza. Die Welt muss ihre Stimme erheben und einen sofortigen Waffenstillstand, Gerechtigkeit und Freiheit fĂŒr die PalĂ€stinenser und alle betroffenen Zivilisten fordern.» Pro-palĂ€stinensische Organisationen hatten zu einem «Generalstreik» aufgerufen, Thunberg teilte das Flugblatt dazu in einer Instagram-Story.

Thunbergs Beitrag bekam viel Aufmerksamkeit in den Online-Medien und sorgte in Teilen der deutschen Politik fĂŒr Empörung. Kritiker monierten insbesondere, dass Thunberg die 1400 Todesopfer des Großangriffs der islamistischen Hamas auf Israel vor zwei Wochen nicht gesondert erwĂ€hnte.

Der Antisemitismusbeauftragte des Landes Baden-WĂŒrttemberg, Michael Blume, nannte das Posting auf der Plattform X, ehemals Twitter, «dualistisch, falsch und Terror-verharmlosend». Die Landshuter Bundestagsabgeordnete Marlene Schönberger von den GrĂŒnen sagte der «Welt», Thunberg habe im Kampf um den Klimaschutz viel erreicht. Mit ihrer Aussage beweise sie jedoch, dass das MitgefĂŒhl, das sie «fĂŒr Betroffene der Klimakrise» habe, anscheinend nicht fĂŒr von «barbarischen Vernichtungsaktionen» betroffene JĂŒdinnen und Juden gelte.

Einige Stunden nachdem Thunberg den Beitrag gepostet hatte, löschte sie ihn und lud ihn erneut hoch, diesmal mit einem neuen Foto. Zuvor hatte es Kritik an einem im Bild zu sehenden Kuscheltier gegeben, das angeblich an ein antisemitisches Symbol erinnere. Thunberg schrieb in ihrem neuen Beitrag, ihr sei die Ähnlichkeit nicht bewusst gewesen. «Wir sind natĂŒrlich gegen jede Art von Diskriminierung und verurteilen Antisemitismus in jeglicher Form», schrieb sie bei X.

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