Save, Children

Save the Children: Weiterhin hĂ€ufige FrĂŒhehen in fragilen Staaten

11.10.2024 - 08:40:25 | dts-nachrichtenagentur.de

In fragilen Staaten wird alle 30 Sekunden ein MĂ€dchen frĂŒhverheiratet.

MĂ€dchen in einem FlĂŒchtlingslager (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Das geht aus dem am Freitag zum WeltmĂ€dchentag veröffentlichten "Global Girlhood Report 2024" der Kinderrechtsorganisation "Save the Children" hervor. Als "Hotspots" benennt der Bericht die Zentralafrikanische Republik, den Tschad, den SĂŒdsudan, Somalia und Eritrea. Rund 32 Millionen MĂ€dchen zwischen zehn und 17 Jahren leben in LĂ€ndern, die von der Organisation fĂŒr wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) als "extrem fragil" oder "fragil" eingestuft werden und zugleich eine hohe FrĂŒhverheiratungsrate aufweisen.

In extrem fragilen Staaten kommt FrĂŒhverheiratung doppelt so hĂ€ufig vor wie in LĂ€ndern mit stabilen staatlichen Strukturen, heißt es in der Analyse. "Unser Bericht macht einen verheerenden Zusammenhang deutlich, denn die Regierungen fragiler Staaten stehen vor einer doppelten Herausforderung: Sie mĂŒssten mehr fĂŒr den Schutz von MĂ€dchen tun, sind aber gleichzeitig weniger in der Lage dazu", sagte Florian Westphal, GeschĂ€ftsfĂŒhrer von Save the Children Deutschland. "Bereits die Corona-Pandemie hat Staaten vor riesige Herausforderungen gestellt. Und auch viele der Krisen, die wir heute erleben, untergraben Systeme, auf die Menschen angewiesen sind: Gesundheitsversorgung, Sicherheit, Bildung, Einkommen. Dazu die Folgen der Klimakrise", so Westphal. "Um die Rechte von MĂ€dchen zu schĂŒtzen, brauchen wir mehr Ressourcen und bessere Zusammenarbeit, und zwar zwischen allen Beteiligten: Regierungen, UN, zivilgesellschaftlichen Organisationen, Gebern und den Gemeinschaften vor Ort, die MĂ€dchen eingeschlossen." FrĂŒhehen haben gravierende Folgen fĂŒr das gesamte weitere Leben, so die Kinderrechtsorganisation. Viele MĂ€dchen mĂŒssten die Schule abbrechen, was ihnen die Chance auf wirtschaftliche UnabhĂ€ngigkeit und Entscheidungsfreiheit nehme. Sie seien zudem einem höheren Risiko körperlicher und sexualisierter Gewalt ausgesetzt. Hinzu komme ein erhöhtes HIV-Risiko und hĂ€ufigere Komplikationen bei Schwangerschaft und Geburt bei jungen MĂŒttern, hieß es. Dem neuen Bericht zufolge bringen in extrem fragilen LĂ€ndern fast 558.000 MĂ€dchen - oder jedes vierte - vor ihrem 18. Geburtstag ein Kind zur Welt. Viele haben keinen Zugang zu qualitativ guter Vorsorge und Geburtshilfe.

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