Save the Children: Weiterhin hĂ€ufige FrĂŒhehen in fragilen Staaten
11.10.2024 - 08:40:25 | dts-nachrichtenagentur.deIn extrem fragilen Staaten kommt FrĂŒhverheiratung doppelt so hĂ€ufig vor wie in LĂ€ndern mit stabilen staatlichen Strukturen, heiĂt es in der Analyse. "Unser Bericht macht einen verheerenden Zusammenhang deutlich, denn die Regierungen fragiler Staaten stehen vor einer doppelten Herausforderung: Sie mĂŒssten mehr fĂŒr den Schutz von MĂ€dchen tun, sind aber gleichzeitig weniger in der Lage dazu", sagte Florian Westphal, GeschĂ€ftsfĂŒhrer von Save the Children Deutschland. "Bereits die Corona-Pandemie hat Staaten vor riesige Herausforderungen gestellt. Und auch viele der Krisen, die wir heute erleben, untergraben Systeme, auf die Menschen angewiesen sind: Gesundheitsversorgung, Sicherheit, Bildung, Einkommen. Dazu die Folgen der Klimakrise", so Westphal. "Um die Rechte von MĂ€dchen zu schĂŒtzen, brauchen wir mehr Ressourcen und bessere Zusammenarbeit, und zwar zwischen allen Beteiligten: Regierungen, UN, zivilgesellschaftlichen Organisationen, Gebern und den Gemeinschaften vor Ort, die MĂ€dchen eingeschlossen." FrĂŒhehen haben gravierende Folgen fĂŒr das gesamte weitere Leben, so die Kinderrechtsorganisation. Viele MĂ€dchen mĂŒssten die Schule abbrechen, was ihnen die Chance auf wirtschaftliche UnabhĂ€ngigkeit und Entscheidungsfreiheit nehme. Sie seien zudem einem höheren Risiko körperlicher und sexualisierter Gewalt ausgesetzt. Hinzu komme ein erhöhtes HIV-Risiko und hĂ€ufigere Komplikationen bei Schwangerschaft und Geburt bei jungen MĂŒttern, hieĂ es. Dem neuen Bericht zufolge bringen in extrem fragilen LĂ€ndern fast 558.000 MĂ€dchen - oder jedes vierte - vor ihrem 18. Geburtstag ein Kind zur Welt. Viele haben keinen Zugang zu qualitativ guter Vorsorge und Geburtshilfe.
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