Putin, Beziehungen

Putin: Gute Beziehungen zwischen Moskau und Berlin gesprengt

04.12.2023 - 18:06:56 | dpa.de

In seiner Rede zur AmtseinfĂŒhrung neuer Botschafter in Moskau kritisiert Kremlchef Putin die «Sabotage an Nord Stream» und gibt der Bundesregierung die Schuld an der aktuellen Eiszeit.

«Russland war stets ein zuverlÀssiger Energielieferant»: Wladimir Putin. - Foto: Valery Sharifulin/Sputnik Kremlin/AP/dpa
«Russland war stets ein zuverlÀssiger Energielieferant»: Wladimir Putin. - Foto: Valery Sharifulin/Sputnik Kremlin/AP/dpa

Russlands PrĂ€sident Wladimir Putin hat bei der AmtseinfĂŒhrung neuer Botschafter in Moskau das Ende der langen Wirtschaftskooperation mit Deutschland nach Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine beklagt.

«Diese Zusammenarbeit (auf dem Energiesektor) wurde buchstĂ€blich gesprengt - unter anderem durch die Sabotage an Nord Stream», sagte Putin dem neuen deutschen Botschafter in Moskau, Alexander Graf Lambsdorff. Das VerhĂ€ltnis zwischen Berlin und Moskau sei «nicht auf unsere Initiative hin» eingefroren worden, klagte Putin in seiner Rede im Kreml, die vom staatlichen Fernsehen ĂŒbertragen wurde.

Putin: Russland zur Wiederaufnahme der Beziehungen bereit

Der 71-JĂ€hrige gab der Bundesregierung die Schuld an einer neuen Eiszeit, die weder fĂŒr Deutschland, noch fĂŒr Russland, oder den gesamten europĂ€ischen Kontinent vorteilhaft sei. Russland sei stets ein zuverlĂ€ssiger Energielieferant gewesen und zur Wiederaufnahme der Beziehungen bereit, betonte Putin. Im vergangenen Jahr hatte Russland die Gaslieferungen nach Deutschland ĂŒber die Pipeline Nord Stream 1 immer weiter gedrosselt und sie im September angeblich aus technischen GrĂŒnden ganz eingestellt - kurz bevor die Leitung bei einer Explosion in der Ostsee beschĂ€digt wurde.

Lambsdorff war nicht der einzige der insgesamt 21 neu eingefĂŒhrten Botschafter, der sich Kritik anhören musste. Auch Diplomaten aus anderen europĂ€ischen LĂ€ndern, Australien, SĂŒdkorea und Singapur warf Putin eine feindselige Politik ihrer Regierungen gegenĂŒber Russland vor.

Der PrĂ€sident stand bei der Zeremonie im Kreml in großer Entfernung von den Botschaftern und begrĂŒndete das mit weiter geltenden Hygienebestimmungen im Zuge der Corona-Pandemie. Dabei hatte er die internationalen Diplomaten wegen seines Besuchs einer Ausstellung warten lassen, wo er viel nĂ€her mit den GĂ€sten zusammengekommen war.

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