USA, Israel

Israel bricht Kontakt zu UN-GeneralsekretÀr Guterres ab

28.05.2026 - 20:11:40 | dpa.de

Israel bricht den Kontakt zum UN-GeneralsekretĂ€r ab – Grund soll ein noch unveröffentlichter Bericht zu sexueller Gewalt in Konflikten sein.

Der israelische UN-Botschafter in New York, Danny Danon. - Foto: Seth Wenig/AP/dpa
Der israelische UN-Botschafter in New York, Danny Danon. - Foto: Seth Wenig/AP/dpa

Die israelische UN-Vertretung in New York bricht ihren Kontakt mit dem Generalsekretariat der Vereinten Nationen unter AntĂłnio Guterres ab. «Die Entscheidung, Israel auf eine schwarze Liste zu setzen und uns vorzuwerfen, sexuelle Gewalt als Kriegswaffe einzusetzen, ist eine ungeheuerliche Entscheidung», begrĂŒndete Botschafter Danny Danon die Entscheidung und sprach von einer «Kampagne» gegen sein Land. «Wir sind fertig mit diesem GeneralsekretĂ€r!» schrieb Danon auf der Plattform X. 

Laut dem israelischen Außenministerium sind Einrichtungen des Landes in den Anhang eines alljĂ€hrlichem vom BĂŒro des GeneralsekretĂ€rs erstellten Berichts ĂŒber sexuelle Gewalt in Konflikten aufgenommen worden. Der Bericht ist noch nicht öffentlich. In der Vergangenheit enthielt er eine Liste mutmaßlicher Verantwortlicher fĂŒr sexuelle Gewalt in Kriegen - darunter waren fĂŒr 2024 etwa die islamistische Hamas oder die IS-Miliz. 

GeneralsekretÀr gesprÀchsbereit

Der Sprecher des GeneralsekretĂ€rs, StĂ©phane Dujarric, erklĂ€rte, man habe aus den sozialen Medien von der israelischen Entscheidung erfahren und sei jederzeit bereit fĂŒr GesprĂ€che. Über den Inhalt des Berichts konnte Dujarric keine Auskunft geben.

Guterres hatte bereits im vergangenen Report angekĂŒndigt, israelische Streit- und SicherheitskrĂ€fte könnten wegen «erheblicher Bedenken hinsichtlich bestimmter Formen sexueller Gewalt, die von den Vereinten Nationen wiederholt dokumentiert wurden», in den kommenden Bericht aufgenommen werden. Konkret wurden damals fĂŒr das Jahr 2024 «VerstĂ¶ĂŸe gegen PalĂ€stinenser in mehreren GefĂ€ngnissen, einem Haftzentrum und auf einem MilitĂ€rstĂŒtzpunkt» genannt, darunter «Gewalt gegen die Genitalien, langanhaltende erzwungene Nacktheit sowie wiederholte Leibesvisitationen».

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