Kanada, EU

Kanada offen für EU-Sondermitgliedschaft nach Carney-Rede

Veröffentlicht am: 17.09.2026 um 12:34 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Kanada zeigt sich offen für eine engere EU-Anbindung. Ausgelöst wurde die Debatte durch einen Vorstoß von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in Straßburg.

  • Reiste als Ehrengast zur ersten Plenartagung des Europäischen Parlaments nach der Sommerpause: Kanadas Premierminister Mark Carney. - Bild: Pascal Bastien/AP/dpa
    Reiste als Ehrengast zur ersten Plenartagung des Europäischen Parlaments nach der Sommerpause: Kanadas Premierminister Mark Carney. - Bild: Pascal Bastien/AP/dpa
  • Zahlreiche Abgeordnete begrüßten Mark Carney vor seiner Rede persönlich.  - Bild: Ann-Kristin Wenzel/dpa
    Zahlreiche Abgeordnete begrüßten Mark Carney vor seiner Rede persönlich. - Bild: Ann-Kristin Wenzel/dpa
  • US-Präsident Donald Trump und Carney standen zuletzt auf Kriegsfuß. (Archivbild) - Bild: Evelyn Hockstein/Pool Reuters/dpa
    US-Präsident Donald Trump und Carney standen zuletzt auf Kriegsfuß. (Archivbild) - Bild: Evelyn Hockstein/Pool Reuters/dpa
Reiste als Ehrengast zur ersten Plenartagung des Europäischen Parlaments nach der Sommerpause: Kanadas Premierminister Mark Carney. - Bild: Pascal Bastien/AP/dpa Zahlreiche Abgeordnete begrüßten Mark Carney vor seiner Rede persönlich.  - Bild: Ann-Kristin Wenzel/dpa US-Präsident Donald Trump und Carney standen zuletzt auf Kriegsfuß. (Archivbild) - Bild: Evelyn Hockstein/Pool Reuters/dpa

Kanada ist offen für die Idee einer Art EU-Sondermitgliedschaft. Premierminister Mark Carney begrüßte den Vorstoß bei einer Rede vor dem Europäischen Parlament in Straßburg.

Carney stellt enge Partnerschaft in Aussicht

Carney sagte, eine überwältigende Mehrheit der Kanadierinnen und Kanadier unterstütze deutlich engere Beziehungen zu Europa. Kanada und Europa seien jeweils für sich stark, gemeinsam aber noch stärker, sagte er.

Von der Leyen wirbt für neue Form der Zusammenarbeit

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hatte am Mittwoch in ihrer Rede zur Lage der Union dafür geworben, Kanada zum ersten assoziierten Mitglied der Europäischen Union zu machen. Als mögliche Felder nannte sie Technologie, Rüstung, Künstliche Intelligenz und Arktispolitik.

Abgrenzung zu Machtpolitik

Carney betonte zugleich, es gehe nicht darum, einen dritten Block als Rivalen der Großmächte zu schaffen. Kanada wolle widerstandsfähiger werden, um seine Souveränität, seine offenen Märkte und seine demokratischen Strukturen zu schützen.

Hintergrund des Vorstoßes

Hinter der Debatte steht auch der eskalierende Handelsstreit mit den USA. Kanada will seine Wirtschaftsbeziehungen breiter aufstellen, während die Beziehungen zur EU bereits über Ceta eng sind, das aber weiter nicht endgültig in Kraft ist.

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