Munition, Ukraine

Kiew: Suche nach Vermissten nach Angriff auf Munitionslager

Veröffentlicht am: 30.08.2026 um 11:02 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Dutzende Menschen sterben infolge eines russischen Angriffs auf Munitionsdepot in der NĂ€he von Kiew, das dort nicht hĂ€tte sein dĂŒrfen. PrĂ€sident Selenskyj schildert die aktuelle Lage.

  • EinsatzkrĂ€fte suchen auch noch nach Vermissten infolge des russischen Angriffs auf ein Munitionslager. - Bild: Dan Bashakov/AP/dpa
    EinsatzkrÀfte suchen auch noch nach Vermissten infolge des russischen Angriffs auf ein Munitionslager. - Bild: Dan Bashakov/AP/dpa
  • Das Munitionslager hĂ€tte nach Angaben ukrainischer Behörden nicht in einem Wohngebiet angelegt werden dĂŒrfen.  - Bild: Dan Bashakov/AP/dpa
    Das Munitionslager hĂ€tte nach Angaben ukrainischer Behörden nicht in einem Wohngebiet angelegt werden dĂŒrfen. - Bild: Dan Bashakov/AP/dpa
  • Kiew und das Umland kommt wegen stĂ€ndiger Luftangriffen seit Tagen nicht zur Ruhe. - Bild: Ukrainian Emergency Service/via Ap/dpa
    Kiew und das Umland kommt wegen stÀndiger Luftangriffen seit Tagen nicht zur Ruhe. - Bild: Ukrainian Emergency Service/via Ap/dpa
EinsatzkrĂ€fte suchen auch noch nach Vermissten infolge des russischen Angriffs auf ein Munitionslager. - Bild: Dan Bashakov/AP/dpa Das Munitionslager hĂ€tte nach Angaben ukrainischer Behörden nicht in einem Wohngebiet angelegt werden dĂŒrfen.  - Bild: Dan Bashakov/AP/dpa Kiew und das Umland kommt wegen stĂ€ndiger Luftangriffen seit Tagen nicht zur Ruhe. - Bild: Ukrainian Emergency Service/via Ap/dpa

Nach den von Russland ausgelösten Explosionen in einem Munitionsdepot nahe der ukrainischen Hauptstadt Kiew ist die Zahl der Toten weiter gestiegen. Von nunmehr 38 Toten und noch 4 Vermissten sprach PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj am Morgen in den sozialen Netzwerken. In dem Dorf Myla rund fĂŒnf Kilometer westlich von Kiew gingen die Arbeiten zur Beseitigung der Folgen des russischen Angriffs und die Suche nach weiteren Opfern demnach weiter. 

Es gebe 20 Verletzte, darunter zwei Kinder, teilte Selenskyj bei Telegram mit. Am Vortag war von 37 Toten und mehr als 40 Verletzten die Rede gewesen. «Den RettungskrĂ€ften ist es gelungen, die meisten BrĂ€nde zu löschen», sagte Selenskyj. Sprengstoffexperten seien im Einsatz, um die durch die Explosionen weggeschleuderte Munition aufzuspĂŒren. Das kontaminierte GelĂ€nde sei groß.

Russland hatte das Depot, wo auch Granaten und Minen gelagert waren, am Freitag angegriffen. Erst am Samstag wurde bekannt, dass das Munitionslager - entgegen den ukrainischen Vorschriften - in einem Wohngebiet operierte. Bei den meisten Opfern handelte es sich um Bewohner eines Altenheims. «Mein MitgefĂŒhl gilt den Angehörigen und Freunden der Verstorbenen», sagte Selenskyj. Er hatte am Vortag angekĂŒndigt, die Verantwortlichen fĂŒr die NachlĂ€ssigkeit zur Verantwortung zu ziehen. Die Ermittlungen dazu dauern an.

Selenskyj: Tausende russische Angriffe in dieser Woche

Selenskyj erklĂ€rte, dass die Ukraine mehr Schutz vor russischem Terror brauche. «Insgesamt haben die Russen allein in dieser Woche fast 2.000 Angriffsdrohnen, ĂŒber 1.600 Bomben und 31 Raketen verschiedener Typen, darunter nordkoreanische ballistische Raketen, gegen unsere Bevölkerung abgefeuert», sagte er. Es gebe rund um die Uhr Angriffe auf Gemeinden in Front- und Grenzgebieten.

Das russische Verteidigungsministerium teilte am Morgen mit, in der Hauptstadt Kiew sei ein Betrieb getroffen worden, in dem Bauteile und Sprengstoff fĂŒr Drohnen gelagert gewesen seien. Die Angaben sind von unabhĂ€ngiger Seite so nicht ĂŒberprĂŒfbar. 

Die russischen StreitkrĂ€fte kĂŒndigten zudem an, sich auf massive SchlĂ€ge gegen die ukrainische Energieinfrastruktur zu rĂŒsten. Damit antworte Moskau auf Kiews Angriffe gegen Ölraffinerien und Kraftstoffdepots sowie zivile Objekte. Zuvor hatte Selenskyj angekĂŒndigt, Russland tĂ€glich mit 1.000 Drohnen angreifen zu lassen - statt der bisherigen 300 im Durchschnitt.

Russland fĂŒhrt seit mehr als viereinhalb Jahren seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Kiew wehrt sich dagegen mit westlicher Hilfe.

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