Toter und Verletzte auf Krim nach ukrainischen Angriffen
26.04.2026 - 11:37:03 | dpa.de
Bei ukrainischen Drohnenangriffen sind auf der von Russland annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim laut Behörden in der Stadt Sewastopol mindestens ein Mensch getötet und vier weitere verletzt worden. Der Gouverneur von Sewastopol, Michail Raswoschajew, sprach von einer der schwersten Attacken ĂŒberhaupt und SchĂ€den an 34 Wohnblöcken in verschiedenen Stadtteilen. Die in Sewastopol stationierte russische Schwarzmeerflotte, aber auch die Flugabwehr und mobile Gruppen hĂ€tten 71 Flugobjekte abgeschossen, sagte er.
Auch EinfamilienhĂ€user und Autos seien beschĂ€digt worden, sagte Raswoschajew. Durch TrĂŒmmer abgeschossener Drohnen sei es vereinzelt zu BrĂ€nden gekommen. Die Oberleitung einer Bahnstrecke wurde demnach beschĂ€digt; der Gouverneur kĂŒndigte mögliche VerspĂ€tungen bei NahverkehrszĂŒgen an. SchĂ€den und einen Verletzten habe es auch in einem Krankenhaus gegeben, dort sei die kardiologische Abteilung von TrĂŒmmern einer abgeschossenen Drohne getroffen worden.
Russland hatte die Krim bereits 2014 annektiert und nutzt sie auch fĂŒr Attacken gegen die Ukraine in seinem seit mehr als vier Jahren laufenden Angriffskrieg. Die Ukraine wehrt sich immer wieder mit Gegenangriffen auf russische Ziele.
Verletzte in DĂŒngemittelwerk im Gebiet Wologda
Das russische Verteidigungsministerium meldete am Morgen den Abschuss von mehr als 203 ukrainischen Drohnen. Zu SchÀden infolge von Treffern machte die Behörde wie in den meisten FÀllen keine Angaben.
Im russischen Gebiet Wologda berichtete Gouverneur Georgi Filimonow von fĂŒnf Verletzten nach einem Drohnenangriff auf das Werk Apatit, das zu den gröĂten DĂŒngemittelproduzenten in Russland gehört. Durch den Drohnenangriff sei eine Hochdruckleitung mit SchwefelsĂ€ure beschĂ€digt worden, fĂŒnf Menschen hĂ€tten VerĂ€tzungen erlitten, sagte Filimonow. «Luftmessungen zeigten keine Ăberschreitung der Grenzwerte», sagte er. Das Werk in Tscherepowez liegt mehr als 500 Kilometer nördlich von Moskau.
Auch im Gebiet Jaroslawl gab es laut Behörden massive ukrainische Drohnenangriffe. In sozialen Netzwerken berichteten Anwohner von Explosionen und BrĂ€nden. Ziel sei die groĂe Ălraffinerie in Jaroslawl gewesen, hieĂ es.
Russland nimmt nicht nur durch seinen Ăl-Export, sondern auch mit den Ausfuhren von DĂŒngemitteln fĂŒr die Kriegswirtschaft Milliarden ein. Die Ukraine will mit den Gegenangriffen auf russische Industrieanlagen der Wirtschaft des Landes maximale SchĂ€den zufĂŒhren.
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