Philippinen und USA starten groĂe gemeinsame MilitĂ€rĂŒbungen
20.04.2026 - 07:11:27 | dpa.de
Vor dem Hintergrund zunehmender Spannungen im SĂŒdchinesischen Meer haben die Philippinen und die USA eines der gröĂten gemeinsamen MilitĂ€rmanöver ihrer Geschichte gestartet. An den 19-tĂ€gigen Ăbungen «Balikatan» beteiligen sich mehr als 17.000 Soldaten aus sieben LĂ€ndern, die zu Land, zu Wasser und in der Luft trainieren.Â
Geplant sind bis zum 8. Mai unter anderem scharfe SchieĂĂŒbungen, ein simulierter Angriff auf See sowie koordinierte Luftmanöver. Unter anderem nehmen daran auch StreitkrĂ€fte aus Japan, Kanada, Australien, Neuseeland und Frankreich teil.Â
Japan nimmt erstmals aktiv teil
Erstmals ist Japan aktiv dabei: In der Vergangenheit war die Beteiligung auf humanitĂ€re Hilfe und Katastrophenschutz beschrĂ€nkt. Nun sollen japanische Einheiten unter anderem bei einer simulierten maritimen AngriffsĂŒbung eine ausgemusterte Schiffseinheit mit Raketen beschieĂen, wie ein Sprecher des philippinischen MilitĂ€rs sagte.
Die USA bezeichneten das Manöver als «eindrucksvollen Beweis» fĂŒr ihr BĂŒndnis mit den Philippinen. Ein US-General erklĂ€rte, die Ăbungen â die bereits seit 1991 stattfinden â dienten dazu, «unter Einsatz modernster Systeme» gemeinsame FĂ€higkeiten zu stĂ€rken und die Einsatzbereitschaft zu erhöhen.
Bedrohung durch China
Die Manöver finden in verschiedenen Provinzen der nördlichen Insel Luzon statt, die teilweise nahe Taiwan und teilweise nahe umstrittener Gebiete im SĂŒdchinesischen Meer liegen. China betrachtet das unabhĂ€ngig regierte Taiwan als Teil der Volksrepublik und droht mit einer Eroberung. Auch kommt es regelmĂ€Ăig zu ZwischenfĂ€llen im SĂŒdchinesischen Meer. Peking beansprucht die rohstoffreiche Region gröĂtenteils fĂŒr sich und widerspricht damit dem Urteil eines Schiedsgerichts in der Sache.
China erklĂ€rte, was der Asien-Pazifik-Raum am wenigsten brauche, sei die Einmischung Ă€uĂerer KrĂ€fte, die Spaltung und Konfrontation verursachten. MilitĂ€rische Sicherheitskooperationen dĂŒrften Frieden und StabilitĂ€t in der Region nicht stören oder die Interessen Dritter verletzen, sagte AuĂenamtssprecher Guo Jiakun. «Wir möchten die betroffenen Staaten daran erinnern, dass sich bei Sicherheitsfragen blind in gegenseitige Verflechtung zu binden, nur dazu fĂŒhrt, sich die Finger zu verbrennen und ins Auge zu gehen», sagte er.
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