Ausland, Ausland

Merkel und von der Leyen für Rettung der Übereinkunft mit China

31.01.2020 - 11:06:47 | ad-hoc-news.de

Bundeskanzlerin Angela Merkel und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bekräftigen ihre Absicht, die Investitionsübereinkunft mit China zu sichern

Chinesische Mauer mit Touristen - Foto: über dts Nachrichtenagentur
Merkel und von der Leyen planen gemeinsam mit EU-Ratspräsident Charles Michel im Juni nach Peking zu fliegen, vermerkt das "Handelsblatt". In der deutschen Hauptstadt wurde bekannt, dass es sich hierbei um eine Anregung Merkels handelt. Einer Verlautbarung aus Brüssel zufolge ist ein derartiger Sondergipfel schon in Planung. Bereits seit 2013 laufen zwischen der EU und China Verhandlungen, auf welchem Weg die Hürden für Anleger im Warenverkehr zwischen beiden Ländern herabgesetzt werden können. Im April des abgelaufenen Jahres bescheinigten Peking und Brüssel auf dem EU-Gipfel, dass die Beratungen hierzu bis zum Ende des Jahres 2020 zum Abschluss gelangen können. Bis jetzt ist das formale Ende des Gipfeltreffens mit sämtlichen EU-Staats- und Regierungschefs sowie dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping für den Monat September in Leipzig vorgesehen. Bisher ist allerdings in den Verhandlungen noch kein Aufwärtstrend zu verzeichnen. Im Dezember vergangenen Jahres kamen zwar EU-Kommission und chinesische Regierung in Peking zusammen, um erneut zu erörtern, welche konkreten Maßnahmen zur Entspannung ihrer Märkte beitragen können. Phil Hogan, Handelskommissar der EU, führte jüngst dazu aus, dass die Zugeständnisse der chinesischen Regierung nicht den Erwartungen entsprechen: "Wir können die bisherigen Vorschläge nicht akzeptieren", äußerte Hogan. Die neuen Impulse aus Berlin und Brüssel für einen weiteren Gipfel kommen innerhalb einer schwierigen Situation in der Beziehung zwischen den beiden Parteien zustande. Sowohl die EU als auch China sehen keinen Konflikt bezüglich des leichteren Zugangs europäischer Firmen zum gewaltigen chinesischen Absatzmarkt. Auch über umstrittene Staatsbeihilfen für chinesische Firmen erfolgt keine Auseinandersetzung. Vielmehr wird eine Annäherung beider Seiten durch den andauernden Streit rund um den chinesischen Telekommunikationsanbieter Huawei verhindert. Die geplante Teilnahme von Huawei bei der Errichtung des neuen Mobilfunknetzes 5G in den Ländern der Europäischen Union ist nämlich höchst umstritten. Staaten wie etwa Deutschland, Italien und Frankreich befürchten, dass es unter der Beteiligung von Huawei zu Sicherheitsrisiken kommen könne. Für den Fall der drastischen Ablehnung des chinesischen Telekommunikationsunternehmens innerhalb Europas droht Chinas Botschafter in Deutschland, Ken Wu, mit Gegenmaßnahmen.

So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
de | ausland | 59799390 |

Weitere Meldungen

Iran lockert Sperren: Internet und Auslandstelefonate teils zurück Erstmals seit Kriegsbeginn sind wieder Telefonate aus dem Ausland in den Iran möglich. (Boerse, 16.04.2026 - 21:36) weiterlesen...

DIHK: Industrie investiert stärker im Ausland Die deutsche Industrie investiert nach Angaben der DIHK immer öfter im Ausland. (Boerse, 16.04.2026 - 13:23) weiterlesen...

Studie: Meeresströmung Amoc dürfte sich bis 2100 enorm abschwächen Die Atlantische Umwälzzirkulation (Amoc) ist deutlich instabilier als bislang gedacht. (Ausland, 15.04.2026 - 22:49) weiterlesen...

UN-Nothilfekoordinator kritisiert aktuelle Kriegslust Der UN-Nothilfekoordinator Tom Fletcher kritisiert eine Atmosphäre der Straflosigkeit in der internationalen Politik. (Ausland, 15.04.2026 - 12:53) weiterlesen...

Merz will Freihandelsabkommen mit der Afrikanischen Union Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat sich am Dienstag für ein Freihandelsabkommen mit der Afrikanischen Union ausgesprochen.Die Europäische Union sei "der wichtigste Handelspartner und Investor in Afrika mit einem Handelsvolumen von 350 Milliarden Euro und, um noch mehr zu erreichen, ist eben auch eine afrikanische Freiheitszone wichtig", sagte er anlässlich des Besuchs des Vorsitzenden der Kommission der Afrikanischen Union, Mahamud Ali Jussuf, in Berlin. (Ausland, 14.04.2026 - 18:36) weiterlesen...

IWF senkt Konjunkturprognose für Deutschland und Weltwirtschaft Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat seine Konjunkturprognose für Deutschland erneut leicht abgesenkt.Für 2026 gehen die Experten aus Washington nun von einem Wachstum von 0,8 Prozent aus, im Oktober 2025 war der IWF noch von einem Wachstum von 0,9 Prozent ausgegangen. (Ausland, 14.04.2026 - 15:49) weiterlesen...