Kompromiss im Streit ĂŒber Finanzierung von US-Ministerium
30.04.2026 - 20:12:45 | dpa.de
Der monatelange Streit ĂŒber den Haushalt des in die Kritik geratenen US-Heimatschutzministeriums ist beigelegt â zumindest zum GroĂteil: Demokraten und Republikaner im ReprĂ€sentantenhaus einigten sich auf ein Gesetz, das die Grundlage fĂŒr das Budget des Ressorts bildet. Keine Einigung gibt es allerdings weiterhin bei der Finanzierung der Einwanderungsbehörde ICE und der Grenzschutzbehörde CBP.
Der Streit ĂŒber die Finanzierung war entbrannt, nachdem bei Abschieberazzien im US-Bundesstaat Minnesota zwei US-BĂŒrger durch SchĂŒsse von Bundesbeamten getötet wurden. Beteiligt waren daran auch Beamte von ICE. Die Demokraten hatten daraufhin unter anderem darauf bestanden, dass die Beamten im Einsatz nicht mehr maskiert sind.
Neben der Einwanderungs- und der Grenzschutzbehörde gehören aber unter anderem auch die KĂŒstenwache und der Katastrophenschutz Fema zum Heimatschutzministerium. US-PrĂ€sident Donald Trump muss das Gesetz noch unterschreiben, damit es in Kraft treten kann.
Bericht: WeiĂes Haus machte Druck auf Republikaner
Nach Medienberichten handelt es sich um den lÀngsten Shutdown eines einzelnen Ministeriums. Seit Mitte Februar hatte dem Ministerium die Grundlage zur Finanzierung der RegierungsgeschÀfte gefehlt. Der Senat hatte dann im MÀrz den Haushalt gebilligt, allerdings strÀubten sich die Abgeordneten des ReprÀsentantenhauses gegen die Gesetzesvorlage.
Wie die «New York Times» berichtete, drĂ€ngte das WeiĂe Haus das ReprĂ€sentantenhaus am Dienstag dazu, den Vorschlag des Senats anzunehmen. Viele Republikaner in der Kammer hatten sich demnach davor gestrĂ€ubt, einem Gesetz zuzustimmen, solange es keine Finanzierung der Einwanderungsbehörde beinhaltet. Wie die «New York Times» weiter berichtete, soll das nach dem Willen des WeiĂen Hauses in einem separaten Gesetz geschehen.
Das Heimatschutzministerium stand seit dem 14. Februar ohne gesicherte Finanzierung da. SpĂŒrbar war der teilweise Stillstand der RegierungsgeschĂ€fte vor allem durch fehlende Mittel fĂŒr die Flughafensicherheit TSA. GehĂ€lter der BeschĂ€ftigten waren zeitweise blockiert worden, weshalb sich viele von ihnen krankmeldeten oder kĂŒndigten. Gerade in den Ferien ergaben sich zum Teil stundenlange Wartezeiten an den FlughĂ€fen.
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