Gewalt in Mosambik und DR Kongo vertreibt Hunderttausende
08.03.2024 - 14:13:59 | dpa.de
Die Vereinten Nationen und das Rote Kreuz sind in groĂer Sorge um die Zivilbevölkerung in zwei afrikanischen LĂ€ndern: Mosambik und der Demokratischen Republik Kongo. Sie schilderten wachsende Gewalt, die immer mehr Menschen in die Flucht treibe. Diese hĂ€tten kaum das Nötigste zum Ăberleben. UN und Rotes Kreuz appellierten an Regierungen und andere Spender, Geld zu geben, um den Menschen besser helfen zu können.
In Mosambiks nördlicher Provinz Cabo Delgado sind nach Angaben des UN-Kinderhilfswerks Unicef allein im Februar fast 100.000 Menschen vertrieben worden, mehr als die HĂ€lfte davon Kinder. Insgesamt sind dort jetzt mehr als eine halbe Million Menschen vertrieben. Viele Kinder wĂŒrden im Chaos der Flucht von ihren Familien getrennt. Sie seien dann besonders gefĂ€hrdet, von bewaffneten Gruppen entfĂŒhrt und als Kindersoldaten oder zur sexuellen Ausbeutung missbraucht zu werden, sagte Guy Taylor, Unicef-Sprecher fĂŒr Mosambik. Viele Familien hungerten und seien traumatisiert. Die Cholera breite sich aus. In der Provinz kĂ€mpfen seit 2017 dschihadistische AufstĂ€ndische gegen international unterstĂŒtzte Regierungstruppen.
In der Demokratischen Republik Kongo eskalierten Konflikte bewaffneter Gruppen in den Provinzen Nord- und SĂŒdkivu, berichtete Pierre Kremer, Vizeregionaldirektor Afrika der Föderation von Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRC). Seit MĂ€rz 2022 seien dort mehr als 1,6 Millionen Menschen vertrieben worden. Die ZustĂ€nde, unter denen die Menschen leben mĂŒssten, seien verheerend. «Ich habe eine GroĂmutter gesehen, die ihren Sohn und ihre Schwiegertochter in dem Konflikt verloren hat, alles zurĂŒcklassen musste und mit sieben Enkeln in ein Lager geflĂŒchtet ist», sagte Kremer. Wasser, Essen und das Nötigste zum Leben zusammenzubekommen sei ein Kampf.
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