Lawrow, Syrien-GesprÀchen

Lawrow ruft nach Syrien-GesprÀchen in Doha zum Dialog auf

07.12.2024 - 15:50:51 | dpa.de

Moskau steht im syrischen BĂŒrgerkrieg weiter fest an der Seite von Machthaber Assad. Nach GesprĂ€chen mit der TĂŒrkei und dem Iran in Doha betont Russland, alles fĂŒr eine Niederlage der Rebellen zu tun.

  • Russische und syrische Kampfflugzeuge haben bei einer Gegenoffensive gegen die Rebellen ihre Angriffe auf die von der Opposition gehaltenen StĂ€dte Aleppo und Idlib verstĂ€rkt. (Archivbild) - Foto: Juma Mohammad/IMAGESLIVE via ZUMA Press Wire/dpa
  • Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat Syrien erneut den militĂ€rischen Beistand Moskaus zugesichert. (Archivbild) - Foto: Russisches Außenministerium/AP/dpa
Russische und syrische Kampfflugzeuge haben bei einer Gegenoffensive gegen die Rebellen ihre Angriffe auf die von der Opposition gehaltenen StĂ€dte Aleppo und Idlib verstĂ€rkt. (Archivbild) - Foto: Juma Mohammad/IMAGESLIVE via ZUMA Press Wire/dpa Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat Syrien erneut den militĂ€rischen Beistand Moskaus zugesichert. (Archivbild) - Foto: Russisches Außenministerium/AP/dpa

Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat nach GesprĂ€chen mit seinen Kollegen aus der TĂŒrkei und dem Iran ĂŒber die Lage in Syrien zu einem Ende der Kampfhandlungen in dem BĂŒrgerkriegsland aufgerufen. Alle drei LĂ€nder wollten nun Schritte unternehmen, um ein Ende der KĂ€mpfe und einen Dialog zwischen der FĂŒhrung von Machthaber Baschar al-Assad und der legitimen Opposition zu erreichen, teilte Lawrow bei einem politischen Forum in Doha mit. Er traf dort auch den UN-Sondergesandten Geir Pedersen.

Russland werde Assad weiter militĂ€risch unterstĂŒtzen und dabei helfen, die Lage zu normalisieren, sagte Lawrow. Dazu wĂŒrden nun Schritte ausgelotet, wie etwa die Lage an der tĂŒrkisch-syrischen Grenze beruhigt werden könne, ohne die territoriale Unversehrtheit des Landes zu gefĂ€hrden. Der TĂŒrkei gehe es um die Sicherheit ihrer Grenzregion, sagte Lawrow. Russland wolle dabei helfen, die Beziehungen zwischen Syrien und der TĂŒrkei zu normalisieren.

Moskau gibt keine Prognosen zu Syrien ab

In einem Interview auf dem Podium des Forums in Doha sagte Lawrow, dass er keine Prognosen ĂŒber die weitere Entwicklung der Lage geben könne. «Ich beschĂ€ftige mich nicht mit dem Raten», sagte er. Zugleich betonte er, dass Russland seine UnterstĂŒtzung fĂŒr Assad fortsetzen werde. «Wir tun alles dafĂŒr, damit die Terroristen keinen Erfolg haben – auch wenn sie sagen, dass sie keine Terroristen mehr seien.»

Lawrow wies zudem Berichte zurĂŒck, nach denen russische Kriegsschiffe ihre Marinebasis im syrischen Mittelmeerhafen Tartus verlassen haben könnten. «Im Mittelmeer lĂ€uft ein Manöver der Kriegsmarine, womöglich haben ihre Satellitenaufnahmen sie mit jemandem verwechselt», sagte Lawrow. Auf die Frage des Moderators, ob der Aufruf an russische BĂŒrger, Syrien zu verlassen, und der Abzug von Botschaftspersonal Signale seien, dass Moskau Assad fallen lasse, antwortete Lawrow, dass diese Maßnahmen diplomatische Praxis seien. 

Russland fĂŒhrt die MilitĂ€roperation in Syrien seit September 2015. Moskau hat neben der Marinebasis auch einen LuftwaffenstĂŒtzpunkt in dem Land. Die russische Luftwaffe hatte ihre SchlĂ€ge gegen die Rebellen zuletzt deutlich gemeinsam mit syrischen Flugzeugen verstĂ€rkt.

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