Ausland, Religion

Amadeu-Antonio-Stiftung beklagt mangelnde Antisemitismus-PrÀvention

09.10.2023 - 14:37:05 | dts-nachrichtenagentur.de

Nach den Angriffen der islamistischen Hamas auf Israel beklagt die Amadeu-Antonio-Stiftung mangelnde PrÀvention gegen Antisemitismus in Deutschland.

Synagoge in Halle (Saale) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur

"Wir erleben gerade wieder sehr viele schmerzhafte Lippenbekenntnisse der deutschen Politik", sagte der GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Stiftung, Timo Reinfrank, der "Rheinischen Post" (Dienstagsausgabe). "Denn es ist ja nicht so, als wĂŒsste niemand an welchen Stellschrauben man drehen mĂŒsste, um Antisemitismus und TerrorunterstĂŒtzung zu verhindern. SolidaritĂ€t ja, ein Ende der TerrorunterstĂŒtzung und Finanzierung nein, insbesondere bei der langfristigen AntisemitismusprĂ€vention mangelt es an langfristigen Strategien", so Reinfrank.

Die zurĂŒckliegenden 48 Stunden seien fĂŒr Juden "dramatisch" gewesen. Die Hamas habe "mit unfassbarer BrutalitĂ€t" einen Krieg begonnen. Das verschĂ€rfe auch die Sicherheitslage jĂŒdischer Einrichtungen in Deutschland. "Sobald auf deutschen Straßen unverhohlen der antisemitische Krieg und Terror der Hamas gehuldigt wird, mĂŒssen SicherheitskrĂ€fte einschreiten. Es wĂ€re das Mindeste, nun entschieden die Vorfeldorganisationen der PFLP wie Samidoun zu verbieten", forderte Reinfrank. "Wenn das Existenzrecht Israels bedroht wird und damit die viel beschworene StaatsrĂ€son der Bundesrepublik infrage gestellt wird, mĂŒssen wir entschieden reagieren und uns auch ehrlich fragen, ob wir in den letzten Jahren genug getan haben, um den internationalen Antisemitismus zu bekĂ€mpfen", so der Stiftungschef weiter. Dieser beginne oft mit Terrorverherrlichung und kostenlosen SĂŒĂŸigkeiten auf der Sonnenallee, doch am Ende ende es immer mit "toten Juden". Reinfrank forderte uneingeschrĂ€nkte SolidaritĂ€t mit dem Staat Israel und Juden in Deutschland sowie ein entschlossenes PrĂ€ventionskonzept. "Im Einwanderungsland Deutschland sind aber auch die IslamverbĂ€nde gefragt, die sich jetzt klar positionieren mĂŒssen. Wer diese Akte der Gewalt gutheißt, legitimiert oder entschuldigt, macht sich mitschuldig", so Reinfrank weiter.

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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