International, Nato

Rutte: US-StreichplÀne treten umgehend in Kraft

18.06.2026 - 08:54:29 | dpa.de

Nach US-StreichplĂ€nen bei Nato-Zusagen mahnt der Nato-GeneralsekretĂ€r: Europa mĂŒsse beim militĂ€rischen Ersatz stĂ€rker werden. Sorgen will er zerstreuen.

Rutte spricht von der Nato 3.0. Dazu gehört eine stĂ€rkere Rolle Europas in dem VerteidigungsbĂŒndnis. - Bild: Malin Wunderlich/dpa
Rutte spricht von der Nato 3.0. Dazu gehört eine stĂ€rkere Rolle Europas in dem VerteidigungsbĂŒndnis. - Bild: Malin Wunderlich/dpa

Die StreichplĂ€ne des US-MilitĂ€rs in Europa treten nach den Worten von Nato-GeneralsekretĂ€r Mark Rutte umgehend in Kraft. Vor dem Treffen der Nato-Verteidigungsminister in BrĂŒssel machte er zugleich deutlich, dass verstĂ€rkte Anstrengungen der EuropĂ€er nötig seien, um militĂ€rischen Ersatz fĂŒr die Abschreckung zu stellen.

Rutte wies wiederholt darauf hin, dass es sich um KĂŒrzungen im Rahmen eines Planungsinstrumentes (Nato Force Model) handele, wĂ€hrend im Kriegsfall alle VerbĂŒndeten - auch die USA - maximale militĂ€rische Anstrengungen unternĂ€hmen. «Wenn es aber einen Krieg geben wĂŒrde, werden wir alle an die Grenzen der FĂ€higkeiten gehen ("max out"), um sicherzustellen, dass wir den Krieg fĂŒhren können», sagte Rutte dazu. 

Mit dem sogenannten Nato Force Model wird im BĂŒndnis festgelegt, welche Mitgliedstaaten wie viele KrĂ€fte und FĂ€higkeiten bereithalten und wie schnell diese verfĂŒgbar sein mĂŒssen. Rutte hatte bereits am Mittwoch bestĂ€tigt, dass die USA kĂŒnftig weniger militĂ€rische FĂ€higkeiten fĂŒr Abschreckung und Verteidigung unter Nato-Kommando in Bereitschaft halten.

Rutte spricht von stÀrkerem Europa in der Nato

«Alles dreht sich hier um die Nato 3.0. Ein stĂ€rkeres Europa in einer stĂ€rkeren Nato, die wir aufbauen», sagte Rutte vor Journalisten. Die europĂ€ischen Nato-VerbĂŒndeten ersetzten bereits einige FĂ€higkeiten oder seien fast am Ziel. In anderen Bereichen sei «mehr Arbeit» nötig.

Knapp drei Wochen vor dem Nato-Gipfel in der TĂŒrkei treffen sich heute die Verteidigungsminister in BrĂŒssel. Thema bei den Beratungen soll unter anderem die Frage sein, wie die EuropĂ€er und Kanadier mit ihren AufrĂŒstungsbemĂŒhungen vorankommen. Die Alliierten hatten US-PrĂ€sident Donald Trump beim Gipfel im vergangenen Jahr zugesagt, spĂ€testens ab 2035 jĂ€hrlich fĂŒnf?Prozent des Bruttoinlandsprodukts in Verteidigung und Sicherheit zu investieren. Bisher lag das Ziel bei zwei Prozent.

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