Nato, Merz

Nato: Merz verurteilt bei Rutte-Besuch Laser-Angriff Chinas

Veröffentlicht: 09.07.2025 um 16:54 Uhr, dts-nachrichtenagentur.de

Vor dem Festakt anlÀsslich des 70-jÀhrigen JubilÀums der Nato-Mitgliedschaft Deutschlands hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) am Mittwochnachmittag Nato-GeneralsekretÀr Mark Rutte in Empfang genommen.

Mark Rutte und Friedrich Merz am 09.07.2025 - Bild: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Mark Rutte und Friedrich Merz am 09.07.2025 - Bild: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Merz verurteilte dabei den Vorfall im Roten Meer, bei dem nach Darstellung der Bundesregierung ein chinesisches Kriegsschiff einen Laser gegen ein deutsches AufklĂ€rungsflugzeug eingesetzt haben soll. "Der mögliche Laserangriff auf ein Flugzeug der militĂ€rischen Überwachung ist völlig inakzeptabel", sagte er bei der Pressekonferenz. Nun soll Außenminister Johann Wadephul (CDU) einen Bericht dazu vorlegen.

"Ich werde das nicht abschließend heute bewerten, aber so etwas zeigt, dass wir auch mit solchen PhĂ€nomenen umgehen mĂŒssen", so Merz. Der Nato-GeneralsekretĂ€r wiederholte seine Warnung vor einem Szenario, in dem sowohl Russland als auch China angreifen. "Was wir wissen aus unseren Quellen, ist, dass sich das Risiko erhöht, dass Xi Jinping, der chinesische PrĂ€sident, vor einem Angriff auf Taiwan zunĂ€chst einmal Moskau anrufen wird, den Juniorpartner quasi. Der Juniorpartner Wladimir Putin wird dann gebeten, in gewissen Teilen in Europa aktiv zu werden", so Rutte. "Das zeigt Ihnen, dass die transatlantische und indopazifische Sicherheit verbunden sind." Merz verwies auf den Zweck des erhöhten Nato-Ziels fĂŒr Verteidigung, das zuletzt beim Gipfel in Den Haag verabschiedet worden war. "Wir sind bereit, unsere Verpflichtungen zu erfĂŒllen, aber nicht, um der Nato zu gefallen, sondern um unsere gemeinsame Sicherheit zu stĂ€rken", sagte er. "Wenn Deutschland diesen Weg nicht gegangen wĂ€re, dann wĂ€re ziemlich sicher auch der Nato-Gipfel in Den Haag anders verlaufen." Rutte erklĂ€rte, dass nun die RĂŒstungsproduktion gesteigert werden mĂŒsse. "Polen, RumĂ€nien, Estland kaufen in SĂŒdkorea ein, denn es dauert zu lange in Europa oder in den USA zu kaufen. Das ist das Problem", sagte er. "Wir brauchen die Produktion jetzt, wir brauchen Extra-Schichten, Extra-KapazitĂ€ten, keine Hemmnisse, keine problematischen bĂŒrokratischen VorgĂ€nge."

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